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Hausteiner-Wiehle / Henningsen

Umgang mit Patienten mit nicht-spezifischen, funktionellen und somatoformen Körperbeschwerden

S3-Leitlinien mit Quellentexten, Praxismaterialien und Patientenleitlinie

2013. 342 Seiten, 7 Abb., 24 Tab., kart.

  • Nicht-spezifische, funktionelle und somatoforme Körperbeschwerden – genau erkennen, gezielt behandeln, Fehler vermeiden

    Somatisch nicht hinreichend erklärte Körperbeschwerden sind der Anlass für rund 20% aller Arztbesuche. Je nach Schwere des Verlaufs und je nach fachlichem Hintergrund des Behandlers werden sie als „nicht-spezifisch“, „funktionell“ oder „somatoform“ bezeichnet. Diese Parallelklassifikation birgt die Gefahr einer „Scheuklappendiagnostik“, bei der einerseits harmlose Befindlichkeitsstörungen vorschnell „medikalisiert“, andererseits komplizierte Verläufe rein organbezogen als „funktionelle Syndrome“ behandelt werden. Nur ein Blick auf die Gemeinsamkeiten der vielen verschiedenen Manifestationsformen, die Formulierung klinischer Kriterien für „leichtere“ und „schwerere“ Verläufe und eine entsprechend schweregradgestufte Behandlung können die derzeit für Patienten und Behandler unbefriedigende Versorgungssituation verbessern.

    Dieses Referenzwerk basiert auf umfangreichen Literaturrecherchen und einem breiten, interdisziplinären Konsens. Eine Besonderheit stellen die Empfehlungen zu Haltung, Gesprächsführung, Behandler-Patient-Beziehung und Praxisorganisation dar. Empfehlungen für eine somatische und psychosoziale Paralleldiagnostik ohne unnötige oder sogar schädliche Maßnahmen sollen die Gefahr einer „iatrogenen Somatisierung“ verringern. Zahlreiche Therapieempfehlungen betonen die Notwendigkeit eines störungsorientierten, gestuften und gut koordinierten Vorgehens. Diese Empfehlungen lassen sich sowohl für die hausärztliche, die somatisch fachärztliche als auch die psychotherapeutische Behandlung anwenden. Häufigen Fehlern und obsoleten Maßnahmen ist ein eigenes Kapitel gewidmet, ebenso wie präventiven, rehabilitativen, sozialrechtlichen und ethischen Aspekten. Übersichtliche Diagnostik- und Therapie-Algorithmen, zahlreiche Abbildungen und konkrete Praxistipps runden das Angebot ab und machen das Buch zu einem umfassenden Leitfaden für die Praxis.

    Keywords: Psychotherapie, Psychosomatik, Psychiatrie, somatoforme Körperbeschwerden, funktionelle Körperbeschwerden, nicht-spezifische Körperbeschwerden, S3-Leitlinie, Behandler-Patient-Beziehung, iatrogene Somatisierung, Gesprächsführung, Praxisorganisation

  • PD Dr. med.

    Constanze Hausteiner-Wiehle


    zum Autor

    PD Dr. med., Fachärztin für Psychosomatische Medizin, BG-Unfallklinik Murnau, AG Körperbeschwerden, Klinik und Poliklinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, Klinikum rechts der Isar der Technischen Universität München

    Foto

    Prof. Dr. med.

    Peter Henningsen


    zum Autor

    Prof. Dr. med. Peter Henningsen, Neurologe und Psychosomatiker, Psychotherapeut, seit 2005 Ärztlicher Direktor der Klinik und Poliklinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie des Klinikums rechts der Isar der Technischen Universität München; Arbeitsschwerpunkt somatoforme/funktionelle Störungen und Neuro-Psychosomatik

    PD Dr. med.

    Winfried Häuser


    zum Autor

    PD Dr. med., Facharzt für Innere Medizin, Facharzt für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, Zusatzbezeichnungen Spezielle Schmerztherapie und Sportmedizin, Vizepräsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Schmerztherapie DIVS. Leitender Arzt des Schwerpunktes Psychosomatik der Klinik Innere Medizin 1 des Klinikum Saarbrücken.

    Prof. Dr. med. MPH, M.A.

    Markus Herrmann


    zum Autor

    Prof. Dr. med. MPH, M.A., Facharzt für Allgemeinmedizin, Psychoanalyse – Psychotherapie – Homöopathie – Suchtmedizin, seit 2005 Direktor des Instituts für Allgemeinmedizin an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg. Wissenschaftliche Schwerpunkte: Lehr-, Versorgungs- und Professionsforschung sowie Leitlinienarbeit.

    Dr. med.

    Joram Ronel


    zum Autor

    Dr. med., Internist, Facharzt für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie. Oberarzt der Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie am Klinikum rechts der Isar der TU München. Wissenschaftliche Schwerpunkte: Stationäre Psychosomatik, Psychokardiologie, psychosoziale HIV-Medizin, somatoforme Störungen und Psychoanalyse.

    Prof. Dipl.-Psych.

    Heribert Sattel


    zum Autor

    Prof. Dipl.-Psych., Klinik für Allgemeine Psychiatrie, Universität Heidelberg

    Dr. med.

    Rainer Schäfert


    zum Autor

    Dr. med., Facharzt für Innere Medizin, in Weiterbildung zum Facharzt für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie; Leiter der Reizdarm-Sprechstunde der Klinik für Allgemeine Innere Medizin und Psychosomatik, Universitätsklinikum Heidelberg. Arbeitsschwerpunkte: Somatoforme Störungen, funktionelle gastrointestinale Erkrankungen, Gruppentherapie.

  • Hausärzte, Fachärzte der somatischen und psychosozialen Fachmedizin, ärztliche und psychologische Therapeuten, Psychotherapeuten, Physiotherapeuten



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