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Anticoagulation bei venöser Thromboembolie – Was tun bei einer Blutung?

Zeitschrift:Hämostaseologie
ISSN:0720-9355
DOI:http://dx.doi.org/10.5482/ha-1180
Ausgabe:Hefte von 2012 (Vol. 32): Heft 1 2012 (1-86)
Seiten:40-44

Anticoagulation bei venöser Thromboembolie – Was tun bei einer Blutung?

G. Palareti (1)

(1) Dept. of Angiology & Blood Coagulation, University Hospital of Bologna, Italy

Zusammenfassung

Die Behandlung der akuten venösen Thromboembolie (VTE) besteht in der parenteralen Gabe von Heparin bzw. -derivaten, zusammen mit oralen Vitamin-K-Antagonisten (VKA), um INR-Werte zwischen 2,0 und 3,0 zu erreichen und für mindestens drei Monate aufrecht zu erhalten. Über die Dauer einer anschließenden sekundären Rezidivprophylaxe wird noch diskutiert. Falls während der Behandlung eine Blutung auftritt, richtet sich die Entscheidung nach: a) Art der Blutung (leichte oder schwere) und b) Thromboserisiko bei Absetzen der Antikoagulation (Patientencharakteristika und Zeitraum seit der Index-VTE). Im Falle einer großen Blutung sollte die Antikoagulation beendet und antagonisiert werden. Eine erste, jedoch unzureichende Maßnahme ist die i.v.-Gabe von Vitamin K. Gefrorenes Frischplasma wird häufig verwendet; es werden jedoch große Mengen benötigt (mindestens 15 ml/kg Körpergewicht), mit dem Risiko der Volumenüberlastung. Die Infusion eines Prothrombinkomplex-Konzentrats mit drei oder (besser) vier Gerinnungsfaktoren ist das effizientere Verfahren (schnell und sicher). Bei Patienten mit einem hohen Thromboserisiko (im ersten Monat oder bei Vorliegen anderer Erkrankungen) und einer absoluten Kontraindikation für eine Antikoagulation wird ein Vena-cava-Filter empfohlen, um möglichst eine lebensbedrohliche Lungenembolie zu vermeiden

DOI

http://dx.doi.org/10.5482/ha-1180

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