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Gesamtübersicht

Fettstoffwechsel: Diagnostik, Bewertung und Behandlung primärer Dyslipoproteinämien

Zeitschrift: Adipositas – Ursachen, Folgeerkrankungen, Therapie
ISSN: 1865-1739
Thema:

Kardiovaskuläres Risiko

Ausgabe: 2017 (Vol. 11): Heft 2 2017
Seiten: 81-86

Fettstoffwechsel: Diagnostik, Bewertung und Behandlung primärer Dyslipoproteinämien

G. Klose (1), W. März (2, 3, 4)

(1) Dres.T. Beckenbauer & S. Maierhof, Gastroenterologie & Kardiologie, Bremen, und Dres. I.van de Loo & K. Spieker, Endokrinologie Diabetologe DDG, Diabetes-Schwerpunktpraxis, Bremen; (2) Medizinische Klinik V (Nephrologie, Hypertensiologie, Rheumatologie, Endokrinologie, Diabetelogie), Medizinische Fakultät Mannheim der Universität Heidelberg; (3) Klinisches Institut für Medizinische und Chemische Labordiagnostik, Medizinische Universität Graz, Österreich; (4) Synlab Akademie, synlab Holding Deutschland GmbH, Mannheim und Augsburg

Stichworte

genetische Diagnostik, Fettstoffwechsel, Dyslipidämien, Lp(a), Hypobetalipoproteinämie, Cholesterinester Speicherkrankheit, Phytosterolämie, Cholesterin-Resorptionshemmer, PCSK9-Hemmung, Antisense Oligonukleotide

Zusammenfassung

Fettstoffwechselstörungen sind klinisch relevant als wesentlicher Kausalfaktor Atherosklerose bedingter Erkrankungen und bei massiven Hypertriglyceridämien als Auslöser von Pankreatitiden. Die Differenzialtherapie primärer Dyslipidämien beruht auf ihrer Pathogenese und ihren klinischen Auswirkungen. Neue Erkenntnisse haben therapeutische Optionen eröffnet, die über die Behandlung mit Statinen hinausgehen. Hierzu gehören der Cholesterin-Resorptionshemmer Ezetimib und die PCSK9-Inhibition. Für beide Ansätze ist inzwischen nachgewiesen, dass sie zusätzlich zur Standardtherapie die Rate klinischer Endpunkte vermindern. In der klinischen Entwicklung befinden sich Antisense Oligonukleotide für die Absenkung von Apo(a)- und Apo C3. Fettstoffwechselstörungen (Dyslipidämien), sind Veränderungen von Konzentration oder Zusammensetzung einer oder mehrerer Lipoproteinklassen im Plasma. Vor allem die primären, also genetisch bedingten Fettstoffwechselstörungen werden traditionell aufgrund der Pathogenese und der betroffenen Lipoproteine klassifiziert. Die größte praktische Bedeutung hat die Erfassung und Behandlung einer Fettstoffwechselstörung als kardiovaskulärer Risikofaktor. Die Therapie wird in aktuellen Behandlungsleitlinien nicht nur vom Überschreiten bestimmter Grenzwerte, sondern vom globalen kardiovaskulären Risiko abhängig gemacht (1). Ziel der vorliegenden Übersicht ist die Darstellung von Diagnostik und Behandlung klinisch relevanter, genetisch bedingter Dyslipidämien, nicht zuletzt auch weil sie wesentliche Indikationen für die heutzutage mögliche, aber auch kostspielige intensive lipidsenkende Behandlung sind.

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