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Gesamtübersicht

Chronischer Stress und seine Bedeutung für Adipositas

Zeitschrift: Adipositas – Ursachen, Folgeerkrankungen, Therapie
ISSN: 1865-1739
Thema:

Psychische Aspekte bei Adipositas

Ausgabe: 2017 (Vol. 11): Heft 4 2017
Seiten: 198-202

Chronischer Stress und seine Bedeutung für Adipositas

F. U. Jung (1, 2, 3), N.-A. Weinberger (1, 2), M. Bernard (1, 2, 3), C. Luck-Sikorski (1, 2, 3)

(1) Integriertes Forschungs- und Behandlungszentrum AdipositasErkrankungen, Universität Leipzig; (2) SRH Hochschule für Gesundheit Gera; (3) Kompetenzcluster für Ernährung und Kardiovaskuläre Gesundheit (nutriCARD), Halle-Jena-Leipzig, Deutschland

Stichworte

Adipositas, Stigma, Chronischer Stress, Body Image, SES

Zusammenfassung

Stress ist eine normale Reaktion auf unterschiedliche Belastungen und Reize. Er wird immer dann als Belastung erlebt, wenn die Anforderungen subjektiv die Bewältigungsmöglichkeiten des Individuums übersteigen. Die physiologische Wirkweise insbesondere chronischer Stressoren steht in engem Zusammenhang mit der auch bei einer Adipositaserkrankung bedeutsamen Regulation von Appetit und Energieaufnahme. Es gibt Hinweise darauf, dass die Abweichungen in der Kortisolausschüttung sowohl Ursache als auch Folge der Adipositas sind. Chronische Stressoren bei Adipositas sind vielfältig und beinhalten psychosoziale Folgen. So zeigt sich, dass Menschen mit Adipositas nicht nur mit Stigmatisierung und Diskriminierung durch ihre Umwelt konfrontiert sind, sondern auch über innere Stressoren, wie ein negatives Körperbild verfügen können. Zusätzlich können auch die Lebensbedingungen, wie z.B. im Rahmen von niedrigem sozioökonomischen Status, als Form chronischen Stress betrachtet werden. Diese chronischen Stressoren stellen nicht nur auslösende, sondern auch aufrechterhaltende Bedingungen dar. Im Rahmen der individualisierten Behandlung von Adipositas sind diese daher zu beachten.

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