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Neue BMI-Referenzwerte der AGA: extreme Adipositas ist seltener bei jugendlichen Mädchen

Zeitschrift: Adipositas – Ursachen, Folgeerkrankungen, Therapie
ISSN: 1865-1739
Thema:

Kongressausgabe zur 33 Jahrestagung der DAG

Ausgabe: 2017 (Vol. 11): Heft 3 2017
Seiten: 160-165

Neue BMI-Referenzwerte der AGA: extreme Adipositas ist seltener bei jugendlichen Mädchen

U. Spielau (1, 2), B. Bohn (3), S. Wiegand (4), T. Reinehr (5), G. Leipold (6), J. Oepen (7), K. Knab (8), H. Langhof (9), R. Jaeschke (10), A. Fischer (11), R. W. Holl (3)

(1) Universitätsklinikum Leipzig, Klinik für Kinder- und Jugendmedizin, Department für Frauen- und Kindermedizin und Pädiatrisches Forschungszentrum (CPL), Leipzig; (2) Integriertes Forschungs- und Behandlungszentrum (IFB) AdipositasErkrankungen, Leipzig; (3) Universität Ulm, Institut für Epidemiologie und Medizinische Biometrie, ZIBMT, Ulm; (4) Charité Kinderklinik, Universitätsmedizin Berlin, Berlin; (5) Vestische Kinderklinik Datteln, Datteln; (6) Praxis für Kinder- und Jugendmedizin, Regensburg; (7) Viktoriastift, Rehabilitations- und Vorsorgeklinik für Kinder und Jugendliche, Bad Kreuznach; (8) Klinik für Kinder und Jugendliche – Klinikum Fürth, Fürth; (9) Klinik Schönsicht, Berchtesgaden; (10) Rehabilitationsklinik für Kinder und Jugendliche, Waldburg-Zeil Kliniken, Wangen; (11) Fachklinik Satteldüne für Kinder und Jugendliche, Amrum

Stichworte

AGA-Referenz, Adipositas bei Jugendlichen, Adipositasprävalenz, BMI-Perzentile

Zusammenfassung

In 2015 wurden die AGA-Referenzwerte (Arbeitsgemeinschaft Adipositas im Kindes- und Jugendalter) für den Body Mass Index (BMI) zur Bestimmung von Übergewicht und Adipositas bei Jugendlichen für den Altersbereich der 15- bis 18-Jährigen korrigiert. Zur Überprüfung der Auswirkungen der neuen BMI-Perzentilkurven auf die Häufigkeit von Übergewicht und Adipositas wurden 19.719 Patienten (15≤18 Jahre) aus der Adipositas-Patienten-Verlaufsdokumentation (APV) Datenbank anhand der alten (2001) und neuen (2015) BMI-Perzentilkurven verglichen. Die Korrektur der BMI-Referenzwerte führte dazu, dass mehr Mädchen (n= 11 731) als normal- und übergewichtig oder adipös eingestuft wurden, während der Anteil der extrem adipösen Mädchen gesunken ist. Bei Jungen (n = 8 006) ergaben sich keine signifikanten Unterschiede. Krankenkassen und Rentenversicherungsträger legen die BMI-Kategorien zur Bewilligung von Adipositasschulungen, Rehabilitationsmaßnahmen und bariatrischer Chirurgie zugrunde, so dass Mädchen durch die neuen BMI-Grenzwerte der Zugang zu einer Therapie erschwert werden könnte.

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