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Tabakentwöhnung – eine Aufgabe der ärztlichen Psychotherapie?

Zeitschrift:Ärztliche Psychotherapie und Psychosomatische Medizin
ISSN:1862-4715
Ausgabe:2011 (Vol. 6): Heft 4 2011
Seiten:217-222

Tabakentwöhnung – eine Aufgabe der ärztlichen Psychotherapie?

V. Köllner

Fachklinik für Psychosomatische Medizin, Mediclin Bliestal Kliniken

Zusammenfassung

Tabakrauchen ist eine der am meisten verbreiteten und gleichzeitig gefährlichsten Verhaltensstörungen. In Deutschland sterben jährlich 110 000 bis 143 000 Menschen durch Tabakkonsum, Rauchen verkürzt das Leben um durchschnittlich 10 Jahre. Menschen, die in ihrer Biografie frühe Traumatisierung oder Vernachlässigung aufweisen, haben ein höheres Risiko, sich im Erwachsenenalter durch Rauchen selbst zu schädigen. Gut belegt ist auch der Zusammenhang zwischen Depression und Nikotinabhängigkeit. Psychotherapeutische Strategien haben sich als besonders wirksam bei der Tabakentwöhnung erwiesen. Insofern gehört es zu den Aufgaben der ärztlichen Psychotherapie, Menschen dabei zu unterstützen, aus der Tabakabhängigkeit herauszufinden und ihr selbstschädigendes Verhalten zu beenden.

Stichworte

Nikotinabhängigkeit, Raucherentwöhnung, Tabakabhängigkeit, motivierende Gesprächsführung, Stadienmodell der Veränderung

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