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Gesamtübersicht

Vergleich der verschiedenen psychotherapeutisch tätigen Berufsgruppen

Zeitschrift: Ärztliche Psychotherapie und Psychosomatische Medizin
ISSN: 1862-4715
Thema:

Kopf-Hals-Psychosomatik

Ausgabe: 2017 (Vol. 12): Heft 1 2017
Seiten: 35-42

Vergleich der verschiedenen psychotherapeutisch tätigen Berufsgruppen

Bezüglich ihrer Zugangsvoraussetzung, Ausbildung, Legitimation, Vergütung und Haftung sowie kritische Bewertung in Hinblick auf die in Planung befindliche Novellierung des Psychotherapeutengesetzes

E. Hollunder (1), U. Gresser (2), B. M. Richartz (2)

(1) Kliniken im Theodor-Wenzel-Werk, Berlin; (2) Medizinische Fakultät der LMU München, Innere Medizin, München

Stichworte

Innere Medizin, Psychotherapie, Psychiatrie, Psychosomatische Medizin, Psychotherapeut, Internist, Zusatzbezeichnung, eingeschränkte Heilpraktikererlaubnis, Titelschutz, PsychThG, Novellierung

Zusammenfassung

Die Analyse von Gesetzen, Veröffentlichungen und Stellungnahmen ergab, dass sich die psychotherapeutischen Berufsgruppen stark unterscheiden. Es konkurrieren vier Ausbildungswege miteinander, deren Berufsbezeichnungen sich trotz Titelschutz stark ähneln. Die Ausbildungsvoraussetzungen differieren von „Hauptschulabschluss“ bis „Staatsexamen“. Die Ausbildungsdauer differiert von „keine vorgeschriebene Ausbildung“ bis „5 Jahre in Vollzeit“. Ausbildung und Prüfung differieren stark in Ausmaß und Inhalt. Entscheidende juristische Unterschiede finden sich bei den Themen Krankenhauseinweisung, Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung, Rezept für Medikamente und Behandlung von Kindern und Jugendlichen. Heilpraktiker für Psychotherapie nehmen eine Sonderstellung ein. Sie verfügen weder über eine Approbation noch über eine strafgerichtliche Schweigepflicht. Eine Befragung im privaten Umfeld ergab, dass bei Laien und Fachleuten große Unwissenheit beim Thema „Psychotherapie-Ausübende“ besteht. Die Menschen sollten besser über das Berufsfeld „Psychotherapie“ informiert werden. Weiterhin bedarf es der Novellierung des Psychotherapeutengesetzes sowie des Heilpraktikergesetzes sowie einer Erweiterung des Titelschutzes.

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