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Psychotherapie bei Medikamentenabhängigkeit

Zeitschrift:Ärztliche Psychotherapie und Psychosomatische Medizin
ISSN:1862-4715
Ausgabe:2011 (Vol. 6): Heft 4 2011
Seiten:236-242

Psychotherapie bei Medikamentenabhängigkeit

H. Baumeister

Zentrum für Psychosomatische Medizin, Psychotherapie und Suchtmedizin, AHG Klinik Münchwies

Zusammenfassung

Die Abhängigkeit von Medikamenten mit Suchtpotenz stellt ein unterschätztes Problem in Deutschland dar. Eine hohe Dunkelziffer und mangelndes Problembewusstsein der Betroffenen sowie oft auch der Behandler (die wegen sonstiger Erkrankungen aufgesucht werden) erschweren die Weichenstellung für eine adäquate Therapie, die aus Entgiftung und Entwöhnung besteht. Psychotherapie unter Suchtmitteleinfluss misslingt, deshalb sollte eine Medikamentenabhängigkeit vor Therapiebeginn abgeklärt werden. Bei Vorliegen sollte zur adäquaten Therapie motiviert werden. Nach der Entwöhnung bildet die ambulante Psychotherapie ein wichtiges Element zur weiteren Bearbeitung der tiefer liegenden und die Abhängigkeit mit verursachenden psychischen Symptomatik.

Stichworte

Psychotherapie, Entwöhnung, Medikamentenabhängigkeit, Medikamentensucht, Benzodiazepine

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