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Das hinkende Kind

Zeitschrift: Arthritis und Rheuma
ISSN: 0176-5167
Thema:

Kinderorthopädie

Ausgabe: 2017: Heft 5 2017
Seiten: 341-346

Das hinkende Kind

R. Stücker, C. Ridderbusch

Stichworte

M. Perthes, Stressfraktur, okkulte Fraktur, Coxitis fugax, Hinken, Diszitis, Hüftkopfabrutsch, Coalitio tarsalis, idiopathische juvenile Arthritis

Zusammenfassung

Hinken im Kindesalter ist ein häufiges Symptom. Besonders schwierig ist die Diagnostik in den ersten drei Lebensjahren, da die Kinder in diesem Alter noch keine exakten Angaben über Anamnese und Schmerzlokalisation machen können. Es ist hilfreich, dass man sich bei der Diagnosefindung am Alter orientiert. In den ersten drei Lebensjahren sind Bagatelltraumen häufig. Ganz besonders müssen auch Fremdkörper im Bereich der Fußsohle in Betracht gezogen werden. Nach einem Trauma muss man auch an okkulte Frakturen denken, die schwierig nachzuweisen sein können. Bei schmerzfreiem Hinken sollte man an angeborene und erworbene Beinlängendifferenzen und bei schmerzbedingtem Hinken an Stressfrakturen und sogar an das Vorliegen einer Diszitis denken. Im Alter zwischen vier und zehn Jahren sind Bagatelltraumen immer noch häufig. Bei Hinken und eingeschränkter Hüftgelenksbeweglichkeit muss in erster Linie eine Coxitis fugax oder ein Morbus Perthes ausgeschlossen werden. Unklare Beschwerden im Bereich des Fußes können auf das Vorliegen eines M. Köhler hinweisen. Im Alter über zehn Jahren muss bei einem hinkenden Kind immer an einen Hüftkopfabrutsch gedacht werden. Darüberhinaus muss bei Beschwerden im Bereich des Fußes oder Sprunggelenks eine Coalitio tarsalis in die Betrachtungen eingeschlossen werden. In jedem Alter ist insbesondere bei länger andauerndem Hinken an das Vorliegen einer idiopathischen juvenilen Arthritis (IJA) zu denken.

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