Wirbelfrakturen im Alter
K. J. Schnake (1), M. Scholz (1), R. Hoffmann (1), F. Kandziora (1)
(1) Zentrum für Wirbelsäulenchirurgie und Neurotraumatologie, BG Unfallklinik Frankfurt am Main
Zusammenfassung
Wirbelfrakturen im Alter bei vorbestehender Osteoporose sind bei der immer älter werdenden Bevölkerung ein steigender Grund für Schmerzen und Einschränkungen der Lebensqualität. Es wird zwischen Wirbelfrakturen bei Osteoporose und osteoporotischen Wirbelfrakturen unterschieden. Während bei Ersterem ein adäquates Trauma für die Fraktur verantwortlich ist, ist bei Letzterem typischerweise kein Trauma erinnerlich. Die konservative Behandlung stellt weiterhin den Hauptpfeiler in der Behandlung der osteoporotischen Frakturen dar. Ist sie aber nicht erfolgreich, so kann mit Hilfe minimalinvasiver Behandlungsstrategien (Zementaugmentation mittels Vertebroplastie und Kyphoplastie) in den meisten Fällen eine Schmerzreduktion erzielt werden. Komplexe, instabile Wirbelkörperfrakturen bei Osteoporose stellen dagegen eine Herausforderung für den behandelnden Chirurgen dar. Operative Strategien zur Wiederherstellung der Stabilität trotz Osteoporose sind die Zementaugmentation der Pedikelschrauben und des frakturierten Wirbelkörpers (Hybridverfahren), aber auch aufwändige dorsale/ventrale Korrektureingriffe. Stichworte
Osteoporose, Wirbelsäulenchirurgie, Fraktur, Zementaugmentation