![]() |
|
R. Kothe (1)
(1) Abteilung für Wirbelsäulenchirurgie, Interdisziplinäres Wirbelsäulenzentrum, Klinikum Dortmund
Die zervikale Manifestation der rheumatoiden Arthritis (RA) ist häufig und wird in ihrer Bedeutung für den Rheumakranken immer noch unterschätzt. Die typischen pathophysiologischen Veränderungen reichen von der isolierten atlantoaxialen Subluxation (ASS) bis hin zur komplexen kraniozervikalen und subaxialen Instabilität. Das Auftreten einer zervikalen Myelopathie ist jederzeit möglich und für den Betroffenen mit einer deutlichen Verschlechterung der weiteren Prognose verbunden. Die Therapie der rheumatischen Halswirbelsäule hat neben der Verbesserung der subjektiven Beschwerdesymptomatik vor allem den Stopp des progredienten Krankheitsverlaufes zum Ziel. Letzteres ist nur durch eine operative Behandlung möglich, die im günstigsten Fall auf die Fusion des atlantoaxialen Bewegungssegments beschränkt werden kann. Bei fortgeschrittenen zervikalen Destruktionen sind langstreckige Fusionen vom Okziput bis zur oberen Brustwirbelsäule notwendig. Moderne operative Techniken und Implantatsysteme ermöglichen diese komplexen Eingriffe auch bei fortgeschrittenem Krankheitsverlauf und erhöhter Komorbidität des Rheumakranken.
rheumatoide Arthritis, zervikale Myelopathie, Halswirbelsäule
| 1. | ||
Rafael Donatus Sambale arthritis + rheuma 2005 25 4: 178-184 | ||
| 2. | ||
Stefan Rehart, Martina Henniger arthritis + rheuma 2005 25 4: 173-177 | ||
| 3. | ||
L. Bause arthritis + rheuma 2008 28 3: 161-165 | ||