Anzeige

Stand der ambulanten Versorgung mit physikalisch-medizinischen Leistungen und Ergotherapie bei Rheumakranken

Zeitschrift: Arthritis und Rheuma
ISSN: 0176-5167
Thema:

Physikalische Medizin in der Rheumatologie

Ausgabe: 2010: Heft 6 2010
Seiten: 305-312

Stand der ambulanten Versorgung mit physikalisch-medizinischen Leistungen und Ergotherapie bei Rheumakranken

W. Mau (1), A. Müller (2)

(1) Institut für Rehabilitationsmedizin, Medizinische Fakultät der Martin-Luther-Universität, Halle-Wittenberg; (2) Arbeitsbereich Rheumatologie, Universitätsklinik und Poliklinik Innere Medizin II, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

Stichworte

rheumatoide Arthritis, Physikalische Therapie, Ankylosierende Spondylitis, Ergotherapie

Zusammenfassung

Trotz deutlicher Fortschritte bei der medikamentösen Behandlung der rheumatoiden Arthritis (RA) und der ankylosierenden Spondylitis (AS) treten bei einem Teil der Patienten relevante Funktionseinschränkungen auf. Auf ihre Verbesserung zielt die ambulante Versorgung mit physikalisch-medizinischen Leistungen und Ergotherapie, die Bestandteile nationaler und internationaler Leitlinien zum Krankheitsmanagement der RA und AS sind. Zur Versorgung mit diesen Behandlungsangeboten stehen aus Deutschland vor allem Daten aus der Kerndokumentation und aus anderen Befragungen von Patienten und Rheumatologen zur Verfügung. Sie belegen, dass trotz hoher Wertschätzung vor allem funktionsbezogener Behandlungsangebote seitens der Rheumatologen und Patienten ein großer Teil der Patienten auch bei erheblichen Funktionseinschränkungen diese Leistungen nicht erhält. Dies ist wahrscheinlich durch regional unterschiedliche Rahmenbedingungen wie Heilmittel-Richtgrößen und praktizierte Regressforderungen der Kassenärztlichen Vereinigungen zumindest mitbedingt. Darüber hinaus sind zwischen den rheumatologischen Praxen verschiedene Verfahrensweisen festzustellen. Diese Ergebnisse lassen sowohl die Verbesserung der bedarfsgerechten Verordnungsmöglichkeiten für physikalisch-medizinische Leistungen und Ergotherapie als auch ein stärkeres Ausschöpfen des ärztlichen Handlungsspielraums für diese Verordnungen vielfach notwendig erscheinen.

Artikel, die Sie auch interessant finden könnten...

1.
Therapieoptionen zwischen Basistherapie und Operation

R. Gaulke

arthritis + rheuma 2017 37 4: 223-231

2.
Dörte Huscher, Katja Thiele, Angela Zink für die Arbeitsgemeinschaft Regionaler Kooperativer Rheumazentren in der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie

arthritis + rheuma 2004 24 6: 205-210

3.
Neue Chancen zur konkreten Verordnung physikalischer Therapie und Ergotherapie in der Rheumatologie

J.-M. Engel (1)

arthritis + rheuma 2010 30 6: 313-328



Arthritis + Rheuma 05/2017: Kinderorthopädie

Wie viele andere Spezialitäten in der Orthopädie und Unfallchirurgie, hat sich die Kinderorthopädie...

Biologische DMARDs in der rheumatologischen Pharmakotherapie

Biologika werden in vielen Fällen noch immer nicht in dem Maße eingesetzt, wie es für eine...

Tag der Rückengesundheit

Anlässlich des „Tages der Rückengesundheit“ am 15. März 2017 schenken wir Ihnen einen Artikel aus...