Biometalle in der orthopädischen Chirurgie - Entwicklung, aktueller Stand und Perspektiven
Clayton N. Kraft1, Lukas Eschbach2, Peter H. Pennekamp3, Beat Gasser2
1Heinrich Heine Universität Düsseldorf, Klinik und Poliklinik für Orthopädie (Direktor: Univ.-Prof. Dr. med. R. Krauspe) 2Robert Mathys Stiftung, Bettlach, Schweiz 3Rheinische Friedrich-Wilhelms Universität, Bonn, Klinik und Poliklinik für Orthop
Zusammenfassung
Bei nahezu jeder zweiten Operation in der orthopädischen Chirurgie werden Biomaterialien eingebracht, bei etwa jeder dritten Biometalle. Von den kommerziell erhältlichen Materialien sind zum momentanen Zeitpunkt lediglich metallische Werkstoffe in der Lage, der statischen Beanspruchung und der Dauerfestigkeit, die von hoch beanspruchten Werkstücken der internen Stabilisatoren bzw. des künstlichen Gelenkersatzes gefordert werden, gerecht zu werden. Allgemein wird akzeptiert, dass es kaum gelingen wird, einen biologisch vollkommen inerten Werkstoff zu produzieren. Aufgrund der biologischen und mechanischen Anforderungen haben sich im Lauf der vergangenen dreißig Jahre Legierungen auf Basis der Metalle Eisen, Titan und Kobalt durchgesetzt. Inzwischen sind nahezu alle Implantate an ihrer Oberfläche bearbeitet und behandelt. Dieses dient zur Verbesserung der Gewebeverträglichkeit und des Einwachsverhaltens sowie zur Reduzierung von Abrieb. In Zukunft dürfte sich durch Mikrobeschichtungen mit nahezu inerten Materialien oder biologischen „Tarnkappen“ die Bioakzeptanz der metallischen Werkstoffe nochmals steigern lassen. Stichworte
Biometalle, Biomaterialien, Implantatwerkstoffe, orthopädische Chirurgie