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Krankenversicherungsdaten zur Versorgungssituation von Osteoporose-Patientinnen - Die Ergebnisse der REAL-Studie

Zeitschrift: Arthritis und Rheuma
ISSN: 0176-5167
Ausgabe: Hefte von 2007 (Vol. 27): Heft 6 2006
Seiten: 317-321

Krankenversicherungsdaten zur Versorgungssituation von Osteoporose-Patientinnen - Die Ergebnisse der REAL-Studie

A. Kurth
Orthopädische Universitätsklinik Friedrichsheim gGmbH, Frankfurt am Main

Stichworte

Osteoporose, Bisphosphonate, nichtvertebrale Frakturen

Zusammenfassung

Die REAL-Studie ist eine retrospektive Beobachtungsstudie auf der Basis von Krankenversicherungsunterlagen aus den Vereinigten Staaten mit zwei Kohorten: 12 215 Patientinnen, die einmal wöchentlich 35 mg Risedronat erhielten und 21 615 Patientinnen, die einmal wöchentlich 35 mg (8 %) oder 70 mg (92 %) Alendronat erhielten. Nach sechs Behandlungsmonaten wies die Risedronat-Kohorte eine um 19 % niedrigere Inzidenz von nichtvertebralen Frakturen auf als die Alendronat-Kohorte. Nach zwölf Behandlungsmonaten hatte die Risedronat-Kohorte eine um 18 % niedrigere Inzidenz von nichtvertebralen Frakturen verglichen mit der Alendronat-Kohorte. Gegenüber der Alendronat-Kohorte wies die Risedronat-Kohorte nach sechs Behandlungsmonaten eine um 46 % niedrigere Inzidenz von Hüftfrakturen auf. Nach zwölf Behandlungsmonaten hatte die Risedronat-Kohorte eine um 43 % niedrigere Inzidenz von Hüftfrakturen als die Alendronat-Kohorte. Diese Ergebnisse lassen sich nicht durch das Auftreten von Baseline-Unterschieden im Frakturrisiko zwischen den Kohorten erklären. Weiterhin stimmten die beobachteten Frakturraten mit denjenigen aus klinischen Studien überein. Es zeigte sich damit zumindest für den amerikanischen Raum, dass Patienten, die Risedronat erhalten, im ersten Behandlungsjahr besser vor Hüft- und nichtvertebralen Frakturen geschützt sind als Patienten, die Alendronat erhalten.

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