Einzeitige Komplex- und Kombinationsoperationen bei Patienten des rheumatischen Formenkreises
St. Rehart, A. Lehr, U. Hötker
Markus-Krankenhaus, Akademisches Lehrkrankenhaus der J. Goethe-Universität, Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie, Frankfurt a. Main (Chefarzt: Prof. Dr. med. Stefan Rehart)
Zusammenfassung
Die Zahl der operativen Eingriffe bei RA-Patienten ist hoch und steigt mit zunehmender Krankheitsdauer weiter an (21). Komplexoperationen (mehrere Eingriffe in einer anatomischen Region) und chirurgische Kombinationseingriffe (einzeitige beidseitige Interventionen) helfen den Patienten, weil sie operationsbedingte Ausfälle im Beruf und Privatleben minimieren. Die Lebensqualität steigt und psychologische Vorteile sind offenkundig. Operateur und Anästhesist führen eine individuell auf den Patienten zugeschnittene Operationsplanung durch, deren Ziel es ist, die Belastung des Patienten zu reduzieren und das operative Langzeitergebnis zu optimieren. Die anspruchsvolle postoperative Mobilisation nach einem solch komplexen Eingriff fällt in den Bereich der Physio-Ergotherapie und Orthopädietechnik, gegebenenfalls ist die Versorgung mit speziellen Hilfsmitteln und Orthesen angezeigt. Die Zusammenarbeit mit speziell ausgebildeten und ausgerüsteten Rehabilitationseinrichtungen ist ein Eckpfeiler der postoperativen Therapie. Die berufliche Rehabilitation ist sicherzustellen. Die technisch hoch spezialisierte Versorgung der Patienten des rheumatischen Formenkreises mit Komplexund Kombinationsoperationen erfordert aufgrund der charakteristischen, entzündlich bedingten Deformitäten und des perioperativen Managements praktisch immer die Kompetenz eines rheumaorthopädischen Zentrums. Stichworte
rheumatoide Arthritis, Endoprothese, Komplexoperation, Kombinationsoperation, einzeitige Operation