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Therapieoptionen bei Hypophysenadenomen

Zeitschrift:Die Medizinische Welt – aus der Wissenschaft in die Praxis
ISSN:0025-8512
Ausgabe:2010 (Vol. 61): Heft 1 2010
Seiten:7-12

Therapieoptionen bei Hypophysenadenomen

U. J. Knappe (1), M. D. Brendel (2)

(1) Neurochirurgische Klinik, Johannes Wesling Klinikum Minden; (2) Medizinische Klinik und Poliklinik III, Technische Universität Dresden

Zusammenfassung

Adenome gehören zu den häufigsten Tumoren der Hypophyse und sind grundsätzlich gutartig. Bei hormoneller Hypersekretion können jedoch in Folge des Hormonexzesses Erkrankungen auftreten, die zu erheblichen Einschränkungen der Lebensqualität und -erwartung führen. Intra- oder extraselläre Kompression kann zu Hypophyseninsuffizienz, und neurologischen Symptomen (Visuseinschränkung, Kopfschmerzen) führen. Prolaktin-sezernierende Adenome sprechen in der Regel gut auf eine medikamentöse Therapie an. Konvers ist aufgrund der unzureichenden medikamentösen Kontrolle des Hormonexzesses bei ACTH-Sekretion (Morbus Cushing) eine operative Adenomresektion anzustreben. Auch beim STH-Exzess wird primär operiert, hier kann eine Medikation vorgeschaltet und im Falle einer postoperativen Restsekretion fortgesetzt werden. Die MR-navigierte, Ultraschall-assistierte Mikrochirurgie von Hypophysentumoren ermöglicht die sichere Entfernung auch von Rezidivtumoren sowie teilweise auch von bisher nicht resektablen parasellär infiltrativen Adenomen. Darüber hinaus verbessert sie die Ergebnisse bei Operationen von MR-negativen Mikroadenomen bei minimalem Trauma. Bei einem nicht-hormonsezernierenden Hypophysenadenom ist eine Operation bei klinischen Kompressionsphänomenen oder Größenwachstum indiziert. Eine Strahlenbehandlung ist bei mangelndem medikamentösen und/oder chirurgischen Therapieerfolg einsetzbar, weist jedoch eine relativ lange Latenzzeit (Monate bis Jahre) bis zum Wirkeintritt auf.

Stichworte

Hypophysenadenom, M. Cushing, Akromegalie, Prolaktinom


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