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S. Mirzakhyl (1), H. Wittenburg (1)
(1) Universitätsklinikum Leipzig AöR, Department für Innere Medizin, Neurologie und Dermatologie, Klinik und Poliklinik für Gastroenterologie und Rheumatologie
Gallensteine sind in Deutschland außerordentlich häufig und verursachen durch Schmerzen und Komplikationen hohe Kosten für das Gesundheitssystem. Das individuelle Risiko der Gallensteinentstehung wird durch Interaktionen von genetischen Risikofaktoren und Umweltfaktoren bestimmt. Derzeit ist es jedoch in der Regel noch nicht möglich, das individuelle Gallensteinrisiko vorherzusagen. Mit einer Variante des ABCG8 -Gens wurde bislang ein genetischer Risikofaktor des Gallensteinleidens eindeutig identifiziert, der jedoch für die Bestimmung des individuellen Gallensteinrisikos in der Praxis bisher keine Rolle spielt. Bestimmte Situationen gehen jedoch mit einem deutlich erhöhten Gallensteinrisiko einher. So führen eine forcierte Gewichtsabnahme und die Einnahme bestimmter Medikamente wie Octreotid zu einem hohen Risiko der Entwicklung von Cholesterinsteinen. Chronische hämolytische Anämien sowie ein Gallensäureverlust durch einen Morbus Crohn des Ileums oder eine Ileumresektion prädisponieren für die Entstehung von Pigmentsteine. Bislang ist aber lediglich die Prävention der Gallensteinentstehung durch Ursodeoxycholsäure bei einem raschen Gewichtsverlust gesichert.
Sekundärprävention, Primärprävention, LITH-Gene, Cholelithiasis
| 1. | Acute and long-term treatment strategies | |
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