Moderne Präventionsstrategien zu HIV/Aids

Zeitschrift: Die Medizinische Welt – aus der Wissenschaft in die Praxis
ISSN: 0025-8512
Thema:

Reisemedizin
HIV/AIDS

Ausgabe: 2012 (Vol. 63): Heft 3 2012
Seiten: 139-142

Moderne Präventionsstrategien zu HIV/Aids

H. Langanke (1)

(1) Gemeinnützige Stiftung Sexualität und Gesundheit (GSSG), Köln

Stichworte

Prävention, Menschenrechte, Sexualität, Aufklärung, Beratung, HIV, Aids, STI, sexuelle Gesundheit, Standards, Verhaltensprävention, Safer Sex, Risikomanagement, HIV-Therapie, ART, Expositions-Prophylaxe, sexuell übertragbare Infektion

Zusammenfassung

Im Grunde sind Präventionsbotschaften im Zusammenhang mit HIV seit den frühen Tagen von Aids vergleichsweise einfach. Den Austausch von möglicherweise virushaltigen Körperflüssigkeiten zu vermeiden, war und ist dabei stets oberstes Gebot. Ob diese Empfehlung mit Enthaltsamkeit („abstinence“), einem sexuellen Ausschließlichkeitspostulat („be faithful“) oder dem Nutzen von Kondomen („condoms“) verbunden wurde, hängt vor allem mit der ideologischen Haltung der Aufklärenden zusammen. Bis heute prägt diese ABC-Formel der Prävention die Aidsaufklärung in vielen Ländern. Doch im Laufe der drei Jahrzehnte, in denen weltweit zur HIV-Prävention geforscht wird, wurde die Wirksamkeit der verschiedenen Optionen untersucht. Es entstanden neue Konzepte und Strategien. Die von deutschen Fachleuten mit dem Begriff Safer Sex bezeichneten Verfahren haben sich ausdifferenziert. HIV-Prävention ist heute mehr denn je mit anderen sexuell übertragbaren Infektionen (STI) verbunden, gleichzeitig spielen Überlegungen zum Thema Menschenrechte und Konzepte zur Förderung der sexuellen Gesundheit eine große Rolle. Nicht zuletzt haben die modernen Medikamente zur HIV-Behandlung (Anti-retrovirale Therapien, ART) große Bedeutung für die Prävention bekommen. Dieser Beitrag gibt einen Überblick, welche Möglichkeiten zur HIV-Prävention heute existieren, wie sie eingesetzt werden können und welchen Entwicklungsstand neue Mittel aufweisen.

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