Aszites
F. Lübbecke (1)
(1) Abt. Innere Medizin I, Klinikum Uelzen GmbH
Zusammenfassung
Die Pathogenese des Aszites impliziert eine allgemeine Veränderung der Hämodynamik, der Blutvolumenverteilung und des renalen Salz- und Wasser-„Handlings“. Das Ausmaß der Aktivierung des Renin-Angiotensin-Aldosteron- und ADH-Systems und die resultierende Elektrolytstörung stehen im Zusammenhang mit der Prognose des Patienten. Die Differenzialdiagnose des Aszites sollte immer bedacht werden. Therapeutisch profitieren die meisten Patienten von einer kochsalzarmen Diät. Ansonsten konkurrieren medikamentöse Therapie mit Parazentesebehandlung und transjugulären intrahepatischen portosystemischen Shunts (TIPS). Die Lebertransplantation als definitive Behandlung des Symptoms kommt nur für einen Teil der Patienten infrage. Nicht-steroidale Antiphlogistika müssen bei Patienten mit Aszites unbedingt vermieden werden. Stichworte
Leberzirrhose, Aszites, portale Hypertension, Parazentese, Diuretika-Therapie, TIPS