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Rolle der Antikörperbestimmung für Diagnose und Therapieentscheidungen bei bestehender Hyperthyreose

Zeitschrift:Die Medizinische Welt – aus der Wissenschaft in die Praxis
ISSN:0025-8512
Ausgabe:2008 (Vol. 59): Heft 11 2008
Seiten:431-434

Rolle der Antikörperbestimmung für Diagnose und Therapieentscheidungen bei bestehender Hyperthyreose

M. Schott
Klinik für Endokrinologie, Diabetologie und Rheumatologie, Universitätsklinikum Düsseldorf

Zusammenfassung

Die häufigste Ursache einer immunogenen Hyperthyreose ist der Morbus Basedow. Weit seltener muss eine Freisetzungshyperthyreose in der Initialphase einer Hashimoto- Thyreoiditis hierfür verantwortlich gemacht werden. Eine TSH-Rezeptor-Antikörper(TRAK)-Bestimmung auf der Basis eines so genannten Zweitgenerationsassays (Einheiten in IU/L) ermöglicht eine Diagnosesicherung eines Morbus Basedow mit hoher Sensitivität und Spezifität. Im Verlauf der Erkrankung kann eine Messung der TRAK auch zur Prädiktion des Krankheitsverlaufs (Rezidiv vs. Remission) herangezogen werden. Dies gilt allerdings nur für hohe Serum- TRAK-Werte. Im gleichen Maß kann auch der Schweregrad und Verlauf einer endokrinen Orbitopathie mit hoher Wahrscheinlichkeit vorhergesagt werden. Für die Diagnose einer Autoimmunthyreoiditis vom Hashimoto- Typ sollten die anti-Thyreoperoxidase-Antikörper bestimmt werden. Eine Prädiktion des Krankheitsverlaufes im Sinne einer sich im Verlauf einstellenden Hypothyreose ist hierdurch jedoch nur unzureichend möglich.

Stichworte

Hyperthyreose, Morbus Basedow, TSH-Rezeptor, Autoimmunthyreoiditis, Autoantikörper, autoimmune Schilddrüsenerkrankungen, Thyreoperoxidase

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