![]() |
|
R. Tölg (1), K. Gordian (1), G. Richardt (1)
(1) Herz-Kreislauf-Zentrum, Segeberger Kliniken GmbH, Bad Segeberg
Beim arteriellen Hypertonus induziert die chronische Druckbelastung des linken Ventrikels charakteristische Umbauprozesse des Herzens, die unter dem Begriff der hypertensiven Herzerkrankung zusammengefasst werden. Im Zentrum dieser Veränderungen steht die linksventrikuläre Hypertrophie und die myokardiale Dysfunktion. Darüber hinaus findet sich beim Hypertonus eine vermehrte myokardiale Fibrose, eine direkte Myozytenschädigung und eine myokardiale Ischämie selbst bei offenen Koronargefäßen. Der Hypertonus fördert aber auch die Entstehung und Progression der koronaren Herzerkrankung und führt über eine erhöhte Nachlast unmittelbar zu pathologischen Arbeitsbedingungen für das Herz. Klinisch manifestiert sich die hypertensive Herzkrankheit in Form einer Herzinsuffizienz mit häufig zunächst noch erhaltener systolischer Funktion (diastolische Herzinsuffizienz). Außerdem treten Myokardinfarkte bei hypertensiven Patienten gehäuft auf. Arrhythmien sind ein typischer Befund bei Hypertonus. Dabei reichen die Rhythmusstörungen von supraventrikulären Extrasystolen über Vorhofflimmern bis hin zu malignen ventrikulären Tachykardien und plötzlichem Herztod.
Ischämie, Hypertrophie, Arrhythmien, Herzinsuffizienz, Hypertensive Herzkrankheit, diastolische und systolische Dysfunktion, kardiale Fibrose, KHK
| 1. | ||
B. Schwarz (1), M. Abdel-Wahab (1), G. Richardt (1) Die Medizinische Welt 2012 63 2: 63-66 | ||
| 2. | ||
S. El Gammal (1) , B. Lambotte (1) , C. El Gammal (1) , V. Blazek (2) Phlebologie 2003 32 3: 68-75 | ||
| 3. | ||
E. Fricke¹, S. Eckert², H. Fricke¹, J. Körfer¹, R. Weise¹, O. Lindner¹, D. Tschöpe3, D. Horstkotte², W. Burchert1 Nuklearmedizin 2008 47 1: 24-29 http://dx.doi.org/10.3413/nukmed-0102 | ||