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B. Gallwitz (1)
(1) Medizinische Klinik IV, Tübingen
Mit den inkretinbasierten Therapien (DPPIV-Inhibitoren und GLP-1-Analoga) stehen seit 2007 neue Antidiabetika zur Verfügung, die im Gegensatz zu anderen insulinotropen Medikamenten glukoseabhängig bei Hyperglykämie die Insulinsekretion stimulieren und daher kein eigenes Hypoglykämierisiko haben. Zusätzlich hemmen sie die Glukagonsekretion und haben einen günstigen Einfluss auf das Körpergewicht. DPPIV-Hemmer (Sitagliptin, Saxagliptin und Vildagliptin) sind in Kombination mit Metformin, Glitazonen und Sulfonylharnstoffen nach den Leitlinien anwendbar, ihre Wirksamkeit bezüglich der Blutzuckersenkung ist mit der anderer oraler Antidiabetika vergleichbar. Sie sind gewichtsneutral. Die Verträglichkeit ist gut, spezifische Nebenwirkungen sind nicht bekannt. GLP-1-Analoga (Exenatide und Liraglutide) sind injizierbare Medikamente mit den gleichen Anwendungsoptionen nach den Leitlinien. Sie sind stärker wirksam als die DPPIV-Hemmer und führen zusätzlich zu einer Gewichtsabnahme. Weitere inkretinbasierte Substanzen sind im Zulassungsverfahren oder in klinischer Prüfung.
Typ-2-Diabetes mellitus, antidiabetische Therapie, GLP-1-Analoga, DPPIV-Inhibitoren
| 1. | ||
Andreas Neu1 , Stefan Ehehalt1 , Lutz Feldhahn2 , Regine Hub1 , Andre Willasch3 , Michael B. Ranke 1 Kinder- und Jugendmedizin 2006 6 2: 76-80 | ||
| 2. | Neue therapierelevante Aspekte | |
R. Büttner (1), L. C. Bollheimer (1) Die Medizinische Welt 2011 62 2: 65-70 | ||
| 3. | Ergebnisse eines ärztlich betreuten, ambulanten Gewichtsreduktionsprogramms bei Patienten mit Typ-2-Diabetes mellitus | |
H. Walle (1), C. Becker (1) Adipositas 2010 4 3: 149-154 | ||