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F. Raue (1), K. Frank-Raue (1)
(1) Endokrinologisch-humangenetische Gemeinschaftspraxis, Heidelberg
Der primäre Hyperparathyreoidismus (pHpt) ist gekennzeichnet durch eine Hyperkalziämie bedingt durch vermehrte Parathormon-Sekretion aus einem Nebenschilddrüsen-Adenom/einer Hyperplasie. Der pHpt gehört zu den häufigen endokrinen Erkrankungen insbesondere bei Frauen in der Menopause. Er präsentiert sich heute überwiegend als asymptomatisches Krankheitsbild, das im Rahmen der Abklärung einer Hyperkalziämie diagnostiziert wird; ein gleichzeitig erhöhter PTH-Spiegel ist nahezu beweisend für einen pHpt. Klinische Symptome wie Nierensteine sind zunehmend seltener, häufiger finden sich unspezifische funktionelle Beschwerden. Die Therapie der Wahl ist die operative Entfernung des Nebenschilddrüsenadenoms/der Hyperplasie, bei asymptomatischen Patienten kann gegebenenfalls abgewartet werden. Der Hypoparathyreoidismus ist gekennzeichnet durch eine Hypokalziämie mit erniedrigtem oder nicht wirksamem PTH. Die häufigste Ursache ist eine Entfernung/Zerstörung der Nebenschilddrüsen durch Schild-, oder Nebenschilddrüsen-Operation, seltener durch Autoimmunerkrankungen oder ein hereditäres Syndrom. Der Hypoparathyreoidismus kann sich als akute Tetanie präsentieren oder sich in der Langzeitfolge der Hypokalziämie als Verkalkung der Linse oder der Basalganglien des Gehirns darstellen. Die Therapie ist die orale Kalziumgabe (akut i.v.) in Kombination mit einem Vitamin D-Präparat in pharmakologischer Dosierung.
Primärer Hyperparathyreoidismus, Parathormon, Hypoparathyreoidismus
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