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G. Mansmann (1), W. A. Scherbaum (1)
(1) Klinik für Endokrinologie, Diabetologie und Rheumatologie, Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf
Als primäre Nebennierenrindeninsuffizienz (Morbus Addison) wird eine Erkrankung der Nebennieren mit konsekutivem Glukokortikoid- und Mineralokortikoid-Mangel bezeichnet. Häufigste Ursache stellt in den Industrienationen die Autoimmunadrenalitis dar, die zu einer allmählichen Zerstörung der Nebennierenrinde führt und häufig mit anderen Autoimmunerkrankungen assoziiert ist. Aufgrund der uncharakteristischen Beschwerdesymptomatik wie Schwäche, Gewichtsabnahme und Hypotonie können bis zur Diagnosestellung Monate oder gar Jahre vergehen. Unerkannt droht ein lebensbedrohliches Krankheitsbild mit Schock und schweren Elektrolytentgleisungen, die so genannte Addison-Krise. Sofern die Erkrankung in die differenzialdiagnostischen Überlegungen einbezogen wird, ist die Diagnose einfach zu stellen. Im ACTH-Test ist der unzureichende Kortisol-Anstieg nach Stimulation nachzuweisen. Bei rechtzeitiger Therapieeinleitung ist die Prognose günstig. Die Behandlung erfolgt durch lebenslange Substitution des Glukokortikoid- und Mineralokortikoid-Mangels. Die Glukokortikoid-Dosis muss bei starkem körperlichem oder psychischem Stress zum Teil deutlich gesteigert werden, um das Auftreten einer Addison-Krise zu vermeiden.
Morbus Addison, Nebennierenrinde, Autoimmunadrenalitis, Kortisol, Aldosteron
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J. Richartz (1), R. Neiger (1) Tierärztliche Praxis Kleintiere 2011 39 3: 163-169 | ||