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Vergiftungen durch Spinnen, Skorpione und Schlangen

Zeitschrift:Die Medizinische Welt – aus der Wissenschaft in die Praxis
ISSN:0025-8512
Ausgabe:2006 (Vol. 57): Heft 7/8 2006
Seiten:325-329

Vergiftungen durch Spinnen, Skorpione und Schlangen

D. Mebs
Zentrum der Rechtsmedizin, Klinikum der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt

Zusammenfassung

Mit Hilfe eines Stachels (Skorpion), durch Mundwerkzeuge (Spinne) oder Zähne (Schlange) injizieren diese Tiere ihr Gift parenteral. Vergiftungen verlaufen beim Menschen stets akut und bewirken ein Vielzahl unterschiedlicher Symptome, können auch zum Tode führen. Kinder sind mehr gefährdet als Erwachsene, da sie die gleiche Giftdosis erhalten haben. Beruhigend auf den Betroffenen einwirken, die betroffene Extremität ruhigstellen und ein rascher Transport zum nächsten Arzt sind die wichtigsten Maßnahmen zur ersten Hilfe. Eine symptomatische Therapie ist dann angezeigt, wenn spezifische Antidote (Antiseren) nicht vorhanden sind. Eine spezifische Therapie setzt ein Antidot voraus, das z. B. als Antiserum zur Behandlung von Schlangenbissen oder Skorpionstichen vorliegt. Seine Anwendung (intravenös) sollte stets dem Arzt vorbehalten bleiben, der auf alle auftretenden Komplikationen wie anaphylaktische Reaktionen vorbereitet sein muss.

Stichworte

Vergiftungen, Spinnen, Skorpione, Giftschlangen

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