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N. Skoetz1, S. Wiegelmann1, N. Brockmeyer2
1 Koordinierungszentrum für Klinische Studien der Universität zu Köln (Geschäftsführerin: Dr. Ursula Paulus) 2 Kompetenznetz HIV/AIDS (Sprecher: Prof. Dr. N. H. Brockmeyer), Klinik für Dermatologie und Allergologie der Ruhr-Universität, Bochum
Das Kompetenznetz HIV/Aids, gefördert von dem Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), ist ein nationaler Forschungsverbund, der die bedeutsamen deutschen Wissenschaftsgruppen, die sich der klinischen Versorgung und Grundlagenforschung widmen, verbindet, um die Lebenserwartung und -qualität HIV-Infizierter zu verbessern. Seit 2004 wird eine prospektive Patientenkohorte etabliert, in der zum jetzigen Zeitpunkt Datensätze von 13 500 Patienten aus 53 Zentren mit einem mittleren Follow-Up von 16,4 Monaten dokumentiert sind. 83% der Patienten sind Kaukasier, 84% Männer. Gleichgeschlechtlicher Verkehr ist bei Männern das Hauptinfektionsrisiko, bei Frauen die heterosexuelle Übertragung. Das mittlere Alter beträgt 43 Jahre (range 18–86) und die mittlere Erkrankungsdauer 9 Jahre (range 0–25). 24% der Patienten haben eine AIDSdefinierende Erkrankung, 68% der Männer und 64% der Frauen werden antiretroviral therapiert. Die durchschnittliche CD4-Zahl beträgt 493 ±313/mm3. Die kontinuierliche Datenerfassung in der Kohorte ist ein wichtiger Baustein, um Aussagen zur klinischen, wissenschaftlichen und gesundheitsökonomischen Versorgungssituation in Deutschland treffen zu können.
HIV, Patientenregister, Aids, Kompetenznetz HIV/Aids, prospektive Kohorte
| 1. | ||
St. Taubert1, J. Loss2 Die Medizinische Welt 2008 59 3: 70-72 | ||
| 2. | ||
Ch. Meinhold Die Medizinische Welt 2005 56 4: 121- | ||
| 3. | Epidemiologie, Therapie und erste Daten aus den Schwangeren- und Kinderkohorten des Kompetenznetzes HIV/AIDS | |
K. Jansen (1), C. Königs (2), K. von Weizsäcker (3), C. Michalik (4), A. Gingelmaier (5) Die Medizinische Welt 2011 62 3: 156-160 | ||