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Ernährungstherapie bei HIV-Infektion und Aids

Zeitschrift:Die Medizinische Welt – aus der Wissenschaft in die Praxis
ISSN:0025-8512
Ausgabe:2005 (Vol. 56): Heft 4 2005
Seiten:121-

Ernährungstherapie bei HIV-Infektion und Aids

Ch. Meinhold
Praxis für Ernährungsberatung Meinhold, Bonn und Köln

Zusammenfassung

Die hochaktive antiretrovirale Therapie (HAART) hat denFokus der Ernährungstherapie von HIV-Infizierten gewandelt.Wasting und HIV-spezifische Ernährungsproblemetreten wesentlich weniger auf, hingegen steigt die Anzahlder Langzeitnebenwirkungen, insbesondere in Form des Lipodystrophie-Syndroms. Die Ernährungstherapie richtetsich nach den jeweiligen Krankheitsspezifika des HIV-Stadiumssowie nach den auftretenden Symptomen. Im Mittelpunktstehen eine adäquate Nährstoffzufuhr sowie dieVermeidung von Defiziten. Besondere Beachtung findenhierbei eine ausreichende Aufnahme an Protein, Vitaminenund Antioxidantien. Darüber hinaus ist die Prävention vonLebensmittelinfektionen wichtig. Bei symptomatischenHIV-Patienten steht vor allem die Linderung der Symptomatiksowie der Erhalt und Aufbau der stoffwechselaktivenKörperzellmasse (BCM) im Vordergrund. Zur frühzeitigenErkennung von BCM-Verlusten ist eine regelmäßige Bestimmungdes Körpergewichts und der Körperzusammensetzungmittels Bioelektrischer Impedanzanalyse (BIA)wichtig. Bei den mit dem Lipodystrophie-Syndrom einhergehendenDyslipidämien haben therapeutische Lebensstiländerungen(Ernährungsumstellung, Gewichtsreduktion,Ausdauersport) Vorrang vor medikamentösen Interventionen.

Stichworte

HIV, Aids, Malnutrition, Lipodystrophie-Syndrom

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