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Aktuelle Ausgabe

Depression und essenzielle Hypertonie

Zeitschrift: Die Medizinische Welt – aus der Wissenschaft in die Praxis
ISSN: 0025-8512
Ausgabe: 2010 (Vol. 61): Heft 1 2010
Seiten: 379-382

Depression und essenzielle Hypertonie

Gibt es einen Zusammenhang? Einige Überlegungen zum gemeinsamen Auftreten beider Störungsbilder

V.-E. Kollenbaum (1, 2)

(1) Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, Segeberger Kliniken GmbH, Bad Segeberg; (2) Klinik für Psychosomatik und Psychotherapie, Zentrum für Integrative Psychiatrie ZIP gGmbH, Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Campus Kiel

Zusammenfassung

Depressive Erkrankungen sind ein Risikofaktor für die Entstehung und den Verlauf mehrerer körperlicher Erkrankungen. Für die Essenzielle Hypertonie lässt sich ein solcher Zusammenhang bislang nicht klar belegen. Für beide Krankheiten gilt jedoch gleichermaßen, dass sie (zumindest in bedeutsamen Unterformen) unter psychischer Belastung gehäuft auftreten und als Risikofaktoren für weitere Erkrankungen anzusehen sind. Entsprechend sollte geprüft werden, ob psychotherapeutische Behandlungsformen allein oder in Ergänzung zu anderen nicht-medikamentösen Behandlungen in Betracht kommen, eine Pharmakotherapie zu ergänzen oder sogar zu ersetzen, solange nicht eine Chronifizierung zur Irreversibilität der Veränderungen geführt hat.

Stichworte

Depression, Komorbidität, Essenzielle arterielle Hypertonie, Stresserkrankungen

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Jahresregister

Das Jahresregister 2009 ist Öffnet externen Link im aktuellen Fensterhier verfügbar.

 

Hypertonie

Laut WHO ist der arterielle Hypertonus die wichtigste Ursache für vermeidbare Todesfälle in den entwickelten Ländern. In Deutschland leiden mehr als 16 Millionen Menschen an der Volkskrankheit „Bluthochdruck“ und das Hypertonierisiko steigt mit zunehmendem Alter steil an. Mit Krankheitskosten von zirka 8,6 Mrd. Euro (2006 in Deutschland) entspricht dies allein für die Hypertonie 3,6% der Jahreskosten im Gesundheitswesen, so das Statistische Bundesamt.

Im Öffnet externen Link in neuem Fensteraktuellen Themenheft hat Prof. Dr. Gert Richardt, Herz-Kreislauf-Zentrum, Segeberger Kliniken GmbH, mit einem hochrangigen Autorenteam die epidemiologischen und pathophysiologischen Zusammenhänge zwischen dem Hypertonus und den verschiedenen anderen großen Erkrankungsgruppen dargestellt. Außerdem werden die komplexen Folgen des Bluthochdrucks für Herz, Aorta und periphere Gefäße herausgearbeitet.

"Die Medizinische Welt" im 60. Jahr

Lurchtest, Schwarzbenzin und Gesundheitspolitik - drei Stichworte zu Themen aus dem 1. Jahr der "MedWelt", die wir Ihnen im 60. Jahr ihres Bestehens frei zugänglich zur Nachlese gratis zur Öffnet externen Link im aktuellen FensterVerfügung stellen.