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Aktuelle Ausgabe

Inflammation und Hypertension am Beispiel der Rheumatoiden Arthritis

Zeitschrift: Die Medizinische Welt – aus der Wissenschaft in die Praxis
ISSN: 0025-8512
Ausgabe: 2010 (Vol. 61): Heft 1 2010
Seiten: 376-379

Inflammation und Hypertension am Beispiel der Rheumatoiden Arthritis

F. Moosig (1), M. Schwarz (2), W. L. Gross (1)

(1) Poliklinik für Rheumatologie, Universitätsklinikum Schleswig Holstein und Klinikum Bad Bramstedt, Klinik für Rheumatologie und Klinische Immunologie; (2) Sana-Kliniken Lübeck

Zusammenfassung

Chronisch entzündliche Erkrankungen konnten als Risikofaktoren für kardiovaskuläre Ereignisse identifiziert werden, insbesondere nach dem durch bessere antiinflammatorische Therapieoptionen die Akutsterblichkeit rheumatologischer Erkrankungen in den Hintergrund getreten ist. Neben der prämaturen Atherosklerose, legen Daten insbesondere bei der Rheumatoiden Arthritis auch eine höhere Inzidenz eines arteriellen Hypertonus nahe, wobei Effekte der Therapie zu berücksichtigen sind. Einige Befunde deuten darauf hin, dass sich Inflammation und Hypertonus gegenseitig ungünstig beeinflussen. Das Vorliegen einer chronisch entzündlichen Erkrankung sollte bei der Therapie eines arteriellen Hypertonus im Sinne eines zusätzlichen Risikofaktors berücksichtigt werden, auch wenn dies noch keinen Eingang in aktuelle Empfehlungen, beispielsweise der Deutschen Hochdruckliga gefunden hat.

Stichworte

rheumatoide Arthritis, Inflammation, Hypertonus

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Hypertonie

Laut WHO ist der arterielle Hypertonus die wichtigste Ursache für vermeidbare Todesfälle in den entwickelten Ländern. In Deutschland leiden mehr als 16 Millionen Menschen an der Volkskrankheit „Bluthochdruck“ und das Hypertonierisiko steigt mit zunehmendem Alter steil an. Mit Krankheitskosten von zirka 8,6 Mrd. Euro (2006 in Deutschland) entspricht dies allein für die Hypertonie 3,6% der Jahreskosten im Gesundheitswesen, so das Statistische Bundesamt.

Im Öffnet externen Link in neuem Fensteraktuellen Themenheft hat Prof. Dr. Gert Richardt, Herz-Kreislauf-Zentrum, Segeberger Kliniken GmbH, mit einem hochrangigen Autorenteam die epidemiologischen und pathophysiologischen Zusammenhänge zwischen dem Hypertonus und den verschiedenen anderen großen Erkrankungsgruppen dargestellt. Außerdem werden die komplexen Folgen des Bluthochdrucks für Herz, Aorta und periphere Gefäße herausgearbeitet.

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