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R. Ehehalt (1), F. Chahoud (1), H. Krammer (2)
(1) Abteilung für Gastroenterologie, Hepatologie und Infektionskrankheiten, Medizinische Universitätsklinik Heidelberg; (2) Praxis für Gastroenterologie und Ernährungsmedizin am End-und Dickdarmzentrum, Mannheim
Ziel einer rationalen Diagnostik im Bereich des Anorektums ist es, mit einem sinnhaften Algorithmus Erkrankungen zu diagnostizieren und zeit- und kostenintensive Untersuchungen zu vermeiden. Primär sollte eine gründliche proktologische Basisdiagnostik durchgeführt werden. Dazu gehören die Anamnese, Inspektion, rektal digitale Untersuchung sowie die Proktoskopie (auch unter Pressen) und Rektoskopie. Dadurch lassen sich bereits der größte Teil proktologischer Erkrankungen abklären. Sollte dies nicht ausreichen, kommen im Verdachtsfall Koloskopie, Labor/Abstriche, Endosonografie, rektale Manometrie, MRT oder MR-Defäkographie zum Einsatz. Bei besonderer Situation sind als weitere Methoden die Pudenduslatzenzzeit (PNTML), das Elektromyogramm des Beckenboden(BB)-EMG oder die Kolontransitzeitmessung (modifizierter Hinton-Test) erforderlich.
Proktologie, Proktologische Basisdiagnostik, Anorektale Erkrankungen
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H. Krammer (1), S. Braun (2), A. Herold Die Medizinische Welt 2011 62 6: 286-290 | ||