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B. Malchow; T. Wobrock; P. Falkai
Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie, Universitätsmedizin Göttingen, Zentrum Psychosoziale Medizin, Georg-August-Universität
Göttingen
Hintergrund: Obwohl Sport bei psychischen Störungen empfohlen wird, fehlen insbesondere bei der Therapie der Schizophrenie wissenschaftliche Untersuchungen bezüglich der spezifischen Effekte von körperlichem Training. Methodik: In einer ersten randomisierten und kontrollierten Studie unterzogen sich chronisch schizophrene Patienten und gematchte gesunde Kontrollpersonen einem aeroben Ausdauertraining über einen Zeitraum von drei Monaten. Als Kontrollbedingung spielten acht schizophrene Patienten über denselben Zeitraum Tischfußball. Vor und nach der Intervention wurde das Hippokampusvolumen mittels struktureller Magnetresonanztomographie (sMRT) und die neuronale Integrität mittels Protonen-Magnetresonanzspektroskopie (1H-MRS) gemessen. Neuropsychologische und klinische Variablen wurden ebenfalls erhoben. Ergebnisse: Nach dem aeroben Ausdauertraining nahm das relative Hippokampusvolumen bei den schizophrenen Patienten (+12%) wie auch den gesunden Kontrollprobanden (+16%) signifikant zu, in der Tischfußballgruppe hingegen nicht (–1%). Die Volumenzunahme in der Sportgruppe korrelierte mit der Zunahme der körperlichen Fitness, eine Verbesserung des verbalen Kurzzeitgedächtnisses in der kombinierten Gruppe aus schizophrenen Sportlern und Tischfußballspielern mit der Änderung des Hippokampusvolumens. Schlussfolgerung: Die Resultate der beschriebenen Studie zeigen, dass sich sowohl bei gesunden Probanden als auch bei schizophrenen Patienten neuroplastische Effekte im Hippokampus durch Ausdauersport induzieren lassen. Damit scheint individuell austarierter Ausdauersport eine sinnvolle Ergänzung im Therapiekonzept von Schizophrenien darzustellen.
Schizophrenie, Kognition, Neuroplastizität, Körperliches Training
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| 2. | ||
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| 3. | ||
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