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Prädiktion der Alzheimer-Demenz

Zeitschrift: Die Psychiatrie - Grundlagen und Perspektiven
ISSN: 1614-4864
Thema:

Von der Therapie zur Prävention

Ausgabe: 2013 (Vol. 10): Heft 4 2013
Seiten: 234-238

Prädiktion der Alzheimer-Demenz

Aktueller Stand

F. Jessen (1)

(1) Universitätsklinikum Bonn, Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie, Deutsches Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE), Bonn

Stichworte

Biomarker, Prädiktion, Alzheimer Demenz, positiver prädiktiver Wert

Zusammenfassung

Die Prädiktion der Alzheimer-Demenz ist die Voraussetzung für indizierte Demenz-Prävention. Zu unterscheiden ist die Prädiktion im hausärztlichen Versorgungsbereich, der gekennzeichnet ist durch eine niedrige Prävalenz der Erkrankung und einen begrenzten Einsatz von apparativen Verfahren sowie die biomarkerbasierte Prädiktion im Expertensetting (z.B. Gedächtnisambulanz). Im hausärztlichen Versorgungsbereich können anhand einfach zu erhebender Parameter Patienten mit erhöhtem Demenzrisiko identifiziert werden. Allerdings werden keine hohen positiven prädiktiven Werte (PPW) erreicht. In spezialisierten Einrichtungen können aufgrund der höheren Prävalenz der Alzheimer-Krankheit und dem Einsatz von Biomarkern (Liquor, Bildgebung) eine deutlich höhere Vorhersage der Demenz, insbesondere bei Personen mit leichter kognitiver Störung (mild cognitive impairment, MCI) erreicht werden. Eine sichere Prädiktion der Alzheimer-Demenz bei einzelnen Individuen ist aber aufgrund von grenzwertigen oder widersprüchlichen Biomarkerbefunden nicht immer möglich.

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