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P. McGorry
OYH Research Centre, University of Melbourne, Australia
Während heute Übereinstimmung darin herrscht, dass die Behandlung einer psychischen Erkrankung dann indiziert ist, wenn sie gemäß der klassischen Konzepte diagnostiziert wurde, ist die Definition der initialen Krankheitsmerkmale in frühen Krankheitsstadien bei den häufigsten psychiatrischen Syndromen noch ein kontroverses Unterfangen. Die vorliegenden Diagnosesysteme berücksichtigen die komplexe Evolution der Frühstadien nicht. Die Frage, wo jeweils die Abgrenzung zwischen psychischer Gesundheit und behandlungsbedürftiger Krankheit zu setzen ist, gehört zu den Schlüsselfragen der heutigen Psychiatrie. Seit dem Beginn der Operationalisierung von klinischen Ultra-high-Risk-Kriterien zum Übergang in eine Psychose vor 15 Jahren gab es substanzielle Fortschritte, die ihre prädiktive Validität bestätigen und deutlich machen konnten, dass psychosoziale und medikamentöse Therapiemaßnahmen das Ausbruchsrisiko verringern. Diese Forschungsbemühungen auf diesem Gebiet haben zu der Formulierung eines „allgemeinen Risikosyndroms“ geführt, das der Progression zu einem spezifischeren Syndrom wie affektiven Störungen oder Schizophrenie vorangehen kann. Weitere Forschungsbemühungen sind erforderlich, um die Kriterien für ein allgemeines Risikosyndrom näher zu definieren und zu operationalisieren.
Risikofaktoren, Schizophrenie, Psychose, affektive Störung, Klinische Stadieneinteilung, frühe Intervention
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A. Marneros Die Psychiatrie 2008 5 1: 18-22 | ||
| 2. | ||
H. Haltenhof Nervenheilkunde 2003 22 6: 318- | ||
| 3. | ||
N. Craddock Die Psychiatrie 2011 8 2: 82-90 | ||