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Transkulturelle Aspekte der Behandlung psychischer Störungen

Zeitschrift: Die Psychiatrie - Grundlagen und Perspektiven
ISSN: 1614-4864
Ausgabe: 2006 (Vol. 3) : Heft 3 2006
Seiten: 150-156

Transkulturelle Aspekte der Behandlung psychischer Störungen

C. Haasen, C. Demiralay
Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (Direktor: Prof. Dr. Dieter Naber)

Stichworte

Psychotherapie, Migration, Psychopharmakotherapie, Inanspruchnahme, Dolmetscher

Zusammenfassung

Um zu einer kulturkompetenten Behandlung in der Psychiatrie zu gelangen, müssen mehrere Bereiche berücksichtigt werden. Um die Hindernisse bei der Inanspruchnahme psychiatrischer Einrichtungen abzubauen, muss neben strukturellen Reformen auch der Abbau von Vorurteilen der Migranten gegenüber der Psychiatrie bedacht werden. Hierfür ist es am sinnvollsten, kulturelle Mediatoren auszubilden und niedrigschwellige Informationsveranstaltungen in der Gemeinde zu organisieren. Bei Migranten, die mit psychischen Problemen in die Psychiatrie kommen, müssen nach einer kulturkompetenten Diagnostik transkulturelle Aspekte sowohl der Psychotherapie als auch der Psychopharmakotherapie berücksichtigt werden. Bei psychotherapeutischen Interventionen müssen die Vor- und Nachteile einer Arbeit mit Dolmetschern erwogen werden. In der Pharmakotherapie müssen ethnische Unterschiede in der Metabolisierung von Medikamenten als möglichen Grund für vermehrte Nebenwirkungen oder unzureichende Wirkung bedacht werden.

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