Leitlinien in der Konsiliar-Liaisonpsychiatrie
A. Diefenbacher1, W. Gaebel2
1Abteilung für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik, Evangelisches Krankenhaus Königin Elisabeth Herzberge, Berlin; 2Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, Rheinische Kliniken Düsseldorf
Zusammenfassung
Die hohe psychische Komorbidität von Patienten, die wegen somatischer Erkrankungen im Allgemeinkrankenhaus behandelt werden, erfordert eine intensive Einbindung von Konsiliar- Liaisonpsychiatrischen Konsildiensten zur adäquaten Versorgung dieser komorbiden Patienten. Leitlinien können bei der Durchführung von Behandlungen, aber auch bei der Planung von Konsiliar-Liaisondiensten hilfreich sein. Für die Konsiliarpsychiatrie als Querschnittsfach sind zum einen die für die Fachgebiete Psychiatrie und Psychotherapie oder Psychosomatik und Psychotherapie erstellten Leitlinien relevant. In diesem Artikel wird aber schwerpunktartig auf Leitlinien eingegangen, die mit im Konsildienst besonders häufig auftretenden Krankheitsbildern zu tun haben, bzw. die sich auf die Organisation von Konsiliar- Liaisondiensten beziehen. Die drei wichtigsten konsiliar-liaisonpsychiatrischen Leitlinen (USA, Großbritannien), bzw. eine Leitlinie der deutschen Konsiliarpsychosomatik werden tabellarisch verglichen. Abschließend wird auf den aktuellen Stand der Entwicklung einer Leitlinie für den psychiatrisch-psychosomatisch-medizinpsychologischen Konsiliar-Liaisonbereich in Deutschland eingegangen. Stichworte
Leitlinien, Psychosomatik, Allgemeinkrankenhaus, Konsiliar-Liaisonpsychiatrie, Konsiliarpsychosomatik