Anzeige

Arterielle Thrombusbildung

Zeitschrift:Hämostaseologie
ISSN:0720-9355
Ausgabe:Hefte von 2010 (Vol. 30): Heft 3 2010 (123-178)
Seiten:127-135

Arterielle Thrombusbildung

Neu identifizierte Mechanismen und therapeutische Angriffspunkte

I. Hagedorn (1), T. Vögtle (1), B. Nieswandt (1)

(1) University of Würzburg, Chair of Vascular Medicine, University Clinic and Rudolf Virchow Center, DFG Research Center for Experimental Biomedicine, Germany

Zusammenfassung

Thrombozyten- und Koagulationsfaktor-abhängige Thrombusbildung ist essenziell um Blutungen nach einer Gefäßverletzung zu stoppen. Unter pathologischen Bedingungen hingegen, wie beispielsweise der Ruptur einer atherosklerotischen Plaque, kann sie auch zu einem Gefäßverschluss und damit zu Herzinfarkt oder Schlaganfall führen. Daher stellen antithrombotische Wirkstoffe die erste therapeutische Wahl in der Prophylaxe und Behandlung von ischämischen kardio- und zerebrovaskulären Erkrankungen dar. Die Anwendung existierender antithrombotischer Arzneimittel ist allerdings durch deren gleichzeitige Wirkung auf die primäre Hämostase begrenzt. In den letzten Jahren wurden große Fortschritte im Verständnis der Mechanismen der Thrombusbildung in Hämostase und Thrombose erzielt. Einige Studien deuten darauf hin, dass okklusiver Thrombusbildung und Hämostase teilweise unterschiedliche Mechanismen zu Grunde liegen. Dieser Übersichtsartikel fasst kurz diese Entwicklungen zusammen und hebt neu identifizierte Mechanismen der Thrombozytenadhäsion und –aktivierung, den intrazellulären Kalzium-Signalwegen, der Integrinaktivierung, sowie dem Einsetzen der Koagulation hervor. Die Eignung dieser Signalwege als Angriffspunkte für eine antithrombotische Therapie wird ebenfalls diskutiert.

Stichworte

Thrombozyten, Thrombusbildung, Faktor XII, Integrinaktivierung

Artikel, die Sie auch interessant finden könnten...

1.

B. Isermann, P. P. Nawroth

Hämostaseologie 2007 27 4: 263-267

2.

A. J. Reininger

Hämostaseologie 2007 27 4: 247-250

3.

U. Lewandrowski, R. P. Zahedi, J. Moebius, A. Sickmann

Hämostaseologie 2007 27 4: 241-245