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Vorhersage des Rezidivrisikos der venösen Thromboembolie

Zeitschrift: Hämostaseologie
ISSN: 0720-9355
Thema:

Rezidivthrombose

DOI: http://dx.doi.org/10.5482/HAMO-13-03-0018
Ausgabe: Hefte von 2013 (Vol. 33): Heft 3 2013 (189-252)
Seiten: 201-209

Vorhersage des Rezidivrisikos der venösen Thromboembolie

Die Austrian Study on Recurrent Venous Thromboembolism (AUREC)

P. A. Kyrle (1), L. Eischer (1)

(1) Medical University of Vienna; Karl Landsteiner Institute for Thrombosis Research, Vienna, Austria

Stichworte

Rezidiv, venöse Thromboembolie, Vorhersage

Zusammenfassung

Die venöse Thromboembolie (VTE) rezidiviert häufig. Das Rezidivrisiko ist nach spontaner proximaler Venenthrombose (VT) oder Lungenembolie am höchsten. Männer haben ein höheres Risiko als Frauen. Das Risiko ist gering, wenn die VTE mit einem zeitlich begrenzten Risikofaktor (z.B. Operation, Östrogene) assoziiert war. Weitere Risikofaktoren sind Übergewicht, post-thrombotisches Syndrom, frühere VTE, residuale VT oder ein Vena cava-Filter. Sowohl der Faktor V Leiden wie auch die Prothrombin-Mutation erhöhen das Rezidivrisiko nur unbedeutend. Hohe Gerinnungsfaktorenspiegel, Mangel an einem natürlichen Gerinnungsinhibitor oder die Hyperhomozysteinämie sind ebenfalls mit einem erhöhten Risiko vergesellschaftet. Gründe, warum das Routine-Thrombophiliescreening obsolet ist, werden im Manuskript besprochen. Vorhersagemodelle, die klinische Faktoren mit Gerinnungstests kombinieren, sind seit kurzem verfügbar. Das Vienna Prediction Model errechnet die Rezidivwahrscheinlichkeit auf Basis von Lokalisation der VTE, Geschlecht und D-Dimer. Dieser Artikel bespricht Strategien um Patienten mit hohem Rezidivrisiko von Niedrigrisiko-Patienten, die von eine lange dauernden Antikoagulation nicht profitieren, zu unterscheiden.

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