Anzeige

Fibrinolytische Behandlung des akuten Myokardinfarkts mit persistierender ST-Hebung

Zeitschrift: Hämostaseologie
ISSN: 0720-9355
Thema:

58. Jahrestagung der Gesellschaft für Hämostase- und Thromboseforschung e.V.
Translational Medicine on the Road to Tailored Therapies

DOI: http://dx.doi.org/10.5482/HAMO-13-07-0040
Ausgabe: Hefte von 2014 (Vol. 34): Heft 1 2014 (1-108)
Seiten: 47-53

Fibrinolytische Behandlung des akuten Myokardinfarkts mit persistierender ST-Hebung

Eine Aktualisierung 2014

S. Halvorsen (1), K. Huber (2)

(1) Department of Cardiology, Oslo University Hospital, Oslo, Norway; (2) 3rd Department of Medicine, Cardiology and Emergency Medicine, Wilhelminenhospital, Vienna, Austria

Stichworte

Fibrinolyse, Myokardinfarkt, Koronarangioplastie, perkutane Koronarintervention

Zusammenfassung

Die primäre perkutane Koronarintervention (PPCI) ist die bevorzugte Reperfusionstherapie bei akutem Myokardinfarkt mit ST-Hebung (STEMI), vorausgesetzt sie kann innerhalb von 90–120 Minuten ab dem ersten Patientenkontakt eingesetzt werden. Sie ist die dominierende Strategie in den meisten europäischen Ländern. Doch die PPCI kann nicht allen Patienten im gegebenen Zeitrahmen angeboten werden. Die Fibrinolysetherapie (FT) ist die empfohlene Reperfusionsstrategie bei Patienten, die eine längere Wartezeit bis zur PPCI (>90–120 min) haben, sich früh nach Symptombeginn präsentieren und keine Kontraindikationen aufweisen. Die FT sollte vorzugsweise im prähospitalen Bereich begonnen werden. Anschließend sollten alle Patienten einem PCI-Zentrum zugewiesen werden, entweder für die so genannte „rescue-PCI“ bei nicht erfolgreicher FT, oder für eine routinemäßige Koronarangiographie mit nachfolgender PCI, falls indiziert. Eine derartige pharmako-invasive Strategie, welche die FT mit invasiver Behandlung kombiniert, wurde vor kurzem als nicht-unterlegen gegenüber der PPCI bei jenen Patienten dokumentiert, die in Gebieten mit Transferzeiten >60 min zu einem PCI-Zentrum leben. In dieser Übersicht fassen wir Hinweise zusammen, welche die Vorteile einer FT beim STEMI belegen. Ferner wird die Rolle der FT in der Ära der PPCI diskutiert und die optimale Behandlung nach initialer FT dargestellt.

Artikel, die Sie auch interessant finden könnten...

1.
C. Dellas, S. Konstantinides

Hämostaseologie 2006 26 2: 131-137

2.
C. Ruppert, P. Markart, M. Wygrecka, K. T. Preissner, A. Günther

Hämostaseologie 2008 28 1: 30-36

3.
C.-E. Dempfle

Hämostaseologie 2007 27 4: 278-281