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R. Weber (1), C. Weimar (1), H.-C. Diener (1)
(1) Department of Neurology and Stroke Center, University Duisburg-Essen, Essen, Germany
Aspirin ist in der Schlaganfall-Primärprophylaxe bei Frauen wirksam, während es bei Männern zwar das Herzinfarktrisiko, aber nicht signifikant das Schlaganfallrisiko senkt. Bisher wurde nur für Aspirin ein Nutzen in der Akutbehandlung (erste 48 Stunden) des ischämischen Schlaganfalles nachgewiesen. Sowohl die Kombination Aspirin/Dipyridamol als auch Clopidogrel sind in der Verhinderung kardiovaskulärer Ereignisse wirksamer als eine Aspirin-Monotherapie. Potentere Thrombozytenfunktionshemmer oder die Kombination Aspirin/Clopidogrel können zwar mehr ischämische Ereignisse verhindern, sind aber mit einem deutlich höheren Blutungsrisiko bei Schlaganfallpatienten behaftet. Bei Patienten mit einem nicht kardioembolischen Schlaganfall sind Thrombozytenfunktionshemmer einer oralen Antikoagulation aufgrund eines geringeren Blutungsrisikos vorzuziehen. Die orale Antikoagulation ist bei nachgewiesenem Vorhofflimmern in der Schlaganfallprävention wirksamer als Thrombozytenfunktionshemmer und sollte anhand des Lebensalters und dem individuellen Risikoprofil erfolgen. Aspirin ist sowohl bei Schlaganfallpatienten mit intrakraniellen Stenosen als auch bei einem nachgewiesenen offenen Foramen ovale das Mittel der ersten Wahl.
Antikoagulation, Thrombozytenfunktionshemmer, ischämischer Schlaganfall, Transiente ischämische Attacke, Sekundärprävention, Primärprävention
| 1. | ||
P. Ringleb, W. Hacke Hämostaseologie 2006 26 4: 334-342 | ||
| 2. | ||
K. G. Haeusler (1, 2), J. Herm (2), B. Hoppe (3), R. Kasabov (1), U. Malzahn (2), M. Endres (1, 2, 4), J. Koscielny (5), G. J. Jungehulsing (1, 2) Hämostaseologie 2012 32 2: 147-152 http://dx.doi.org/10.5482/ha-1175 | ||
| 3. | Risikogruppen und Ansätze für Prävention | |
S. Mirzakhyl (1), H. Wittenburg (1) Die Medizinische Welt 2010 61 4: 213-218 | ||