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Blutungen nach herzchirurgischen Operationen - Die Rolle des rekombinanten Faktors VIIa

Zeitschrift:Hämostaseologie
ISSN:0720-9355
Ausgabe:Hefte von 2006 (Vol. 26): Supplement (S1-S92)
Seiten:77-87

Blutungen nach herzchirurgischen Operationen - Die Rolle des rekombinanten Faktors VIIa

C. von Heymann1 , C. Spies 1 , H. Grubitzsch2 , H. Schönfeld1 , M. Sander 1 , Th. Volk1
1 Kliniken für Anästhesiologie und operative Intensivmedizin (Direktorin: Prof. Dr. med. Claudia Spies), Campus Charité Mitte und Campus Virchow-Klinikum, Berlin 2 Klinik für kardiovaskuläre Chirurgie (Direktor: Prof. Dr. med. Wolfgang F. Konertz),<

Zusammenfassung

Herzchirurgische Operationen sind mit dem Risiko verbunden, einen relevanten Blutverlust zu erleiden und eine Transfusion von Blutprodukten zu erhalten. Neben dem Blutverlust treten internationalen Studien zufolge schwere Blutungen, die eine Reoperation zur Blutstillung erfordern, bei 3-5% der Patienten auf. Die Morbidität und Mortalität ist signifikant erhöht, so dass eine effektive und sichere hämostatische Therapie die Prognose entscheidend verbessern kann. Rekombinanter aktivierter Faktor VII ist für die Therapie von Patienten mit Hemmkörper-Hämophilie sowie Thrombasthenie Glanzmann und Faktor-VII-Mangel zugelassen. In den vergangenen Jahren häufen sich die Publikationen, die über eine erfolgreiche und sichere Stillung von Blutungen nach herzchirurgischen Operationen berichten, die einer konventionellen Therapie gegenüber refraktär waren. Dieses Review stellt die pathophysiologischen Veränderungen des Gerinnungssystems, die der Anschluss an die Herz- Lungen-Maschine induziert und die für die Erklärung des erhöhten Blutungsrisikos herzchirurgischer Patienten herangezogen werden, dar. Die publizierten Erfahrungen mit rFVIIa in der Kinder- und Erwachsenen-Herzchirurgie werden dargestellt und hinsichtlich der Effektivität und Sicherheit kritisch diskutiert.

Stichworte

Herzchirurgie, Blutung, rFVIIa, Herz-Lungen-Maschine

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