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Auf Reisen erworbene Ektoparasitosen

Zeitschrift:Kinder- und Jugendmedizin
ISSN:1617-0288
Ausgabe:2010 (Vol. 10): Heft 5 2010
Seiten:269-274

Auf Reisen erworbene Ektoparasitosen

H. Feldmeier (1)

(1) Institut für Mikrobiologie und Hygiene, Campus Benjamin Franklin, Charité Universitätsmedizin

Zusammenfassung

Die am häufigsten mit Reisen assoziierten Ektoparasitosen sind Pediculosis capitis, kutane Larva migrans (CLM, Hautmaulwurf), Tungiasis (Sandflohkrankheit) und Skabies. Bei der Tungiasis und der CLM halten sich die Erreger nur vorübergehend in der Haut auf, sterben in situ und werden anschließend über das stratum corneum eliminiert. Beide Krankheiten sind ihrer Natur nach Zoonosen. Pediculosis capitis und Skabies sind nicht selbstlimitierend; ohne Therapie persistiert die Ektoparasitose und proliferieren die Parasiten. Das klinische Bild ist eindeutig (Pediculosis capitis, CLM, Tungiasis) oder äußerst polymorph (Skabies). Die häufig präsenten Kratzexkoriationen sind eine Eintrittspforte für pathogene Bakterien. Die Therapie der Tungiasis ist chirurgisch, die anderen Ektoparasitosen werden entweder topisch oder systemisch behandelt. Das Repellent ZanzarinÒ schützt zuverlässig vor einer Tungiasis. Die Prävention der anderen Parasitosen gelingt nur durch Vermeiden der Exposition.

Stichworte

Reisemedizin, Pediculosis capitis, Ektoparasitose, Tungiasis, kutane Larva migrans, Skabies

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