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Sonnenschutz bei Kindern

Zeitschrift:Kinder- und Jugendmedizin
ISSN:1617-0288
Ausgabe:2010 (Vol. 10): Heft 5 2010
Seiten:276-281

Sonnenschutz bei Kindern

Investition in die Zukunft

B. Schuler-Thurner (1), S. Schliep (1), M. Erdmann (1)

(1) Universitätsklinikum Erlangen, Hautklinik

Zusammenfassung

Die Inzidenz von weißem und schwarzem Hautkrebs ist in den letzten Jahrzehnten in Europa und den Vereinigten Staaten von Amerika kontinuierlich gestiegen. UV-Licht ist unbestritten der entscheidende Risikofaktor in der Pathogenese dieser Tumoren. Neben der karzinogenen Wirkung induziert UV-Licht Hautalterung und eine lokale Immunsuppression. Auf der anderen Seite sind positive Wirkungen von UV-Licht auf den Stoffwechsel von Vitamin D, Serotonin und Melatonin erwiesen. Aufgrund der in der hellhäutigen Bevölkerung nicht ausreichenden endogenen UV-Schutzmechanismen ist zusätzlicher Sonnenschutz erforderlich. Neben dem klassischen Sonnenschutz mit Textilien und physikalisch/chemischen Externa werden aktuell innovative Ansätze mit topischen und systemischen Präparaten verfolgt. In der Kindheit besteht eine erhöhte Lichtempfindlichkeit der Haut. Zusätzlich wird ein Großteil der kumulativen UV-Licht-Lebenszeitexposition und der Sonnenbrände im Kinder- und Jugendalter erworben. Sonnenschutz ist in diesem vulnerablen Lebensabschnitt obligat und stellt sowohl aus medizinischer als auch aus sozioökonomischer Sicht eine Investition in die Zukunft dar.

Stichworte

Sonnenschutz, Hautkrebs


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