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Infektiologische Aspekte und Impfprävention bei der Versorgung geflüchteter bzw. migrierter Kinder und Jugendlicher

Zeitschrift: Kinder- und Jugendmedizin
ISSN: 1617-0288
Thema:

Infektionskrankheiten und Impfprävention

Ausgabe: 2017 (Vol. 17): Heft 4 2017
Seiten: 256-258

Infektiologische Aspekte und Impfprävention bei der Versorgung geflüchteter bzw. migrierter Kinder und Jugendlicher

P. Kaiser-Labusch (1)

(1) Prof. Hess Kinderklinik, Klinikum Bremen-Mitte

Stichworte

Screening, Impfempfehlungen, Infektionserkrankungen, Flüchtlingskinder

Zusammenfassung

Mindestens 250 000 Flüchtlingskinder sind in den letzten beiden Jahren nach Deutschland migriert. Rechtliche Rahmenbedingungen und Empfehlungen aus kinderärztlicher Sicht zu den Inhalten der Basisuntersuchung bei Kindern werden erläutert mit Schwerpunkt auf Tuberkulosescreening, latente Tuberkulose und Impfstrategie. Durch die beengten Unterkunftsverhältnisse gibt es eine erhöhte Prävalenz z. B. von Scabies. Bei einer vermutlich erhöhten Prävalenz der Kolonisation mit multiresistenten Erregern (MRE) ist ein Screening für den stationären Bereich empfohlen. Die vermutlich höhere Kolonisationsrate mit Methicillin-resistentem Staphylococcus aureus (MRSA), z. B. bei Haut- und Weichteilinfektionen, muss für eine antibiotische Therapie berücksichtigt werden. Geflüchtete Kinder stellen keine „Gefahr“ für die deutsche Wohnbevölkerung dar und haben meist die gleichen Infektionserkrankungen wie ihre deutschen Altersgenossen, v. a. Atemwegs- und Durchfallerkrankungen.

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