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Coxsackievirus-A6-assoziierte Hand-Fuß-Mund-Krankheit

Zeitschrift: Kinder- und Jugendmedizin
ISSN: 1617-0288
Thema:

Infektionskrankheiten und Impfprävention

Ausgabe: 2017 (Vol. 17): Heft 4 2017
Seiten: 259-263

Coxsackievirus-A6-assoziierte Hand-Fuß-Mund-Krankheit

Fallbericht und Zusammenfassung bisheriger Literatur

K. Rieger (1), V. Schuster (1), U. G. Liebert (2)

(1) Universitätsklinik und Poliklinik für Kinder und Jugendliche Leipzig, (2) Universitätsklinik Leipzig, Institut für Virologie

Stichworte

Hand-Fuß-Mund-Krankheit, Coxsackievirus A6, Exanthem

Zusammenfassung

Die Hand-Fuß-Mund-Krankheit (HFMK) ist ein gut bekanntes pädiatrisches Krankheitsbild. Zunehmend wird vor allem aus dem asiatischen und amerikanischen Raum von Coxsackievirus A6 (CVA6)-assoziierten Erscheinungsbildern berichtet. Die besondere Herausforderung hierbei stellt die Abgrenzung zu oftmals ähnlich imponierenden mitunter gefährlichen Krankheitsbildern, wie Herpesvirus- oder Staphylokokken-Superinfektionen, dar. Das CVA6-assoziierte Erscheinungsbild ist in dieser Arbeit anhand eines Fallbeispiels und einer Zusammenfassung literaturbekannter Daten beschrieben. Es ist klinisch gekennzeichnet durch ausgedehnte vesikulobullöse und erosive Läsionen, herpesähnelndes Ekzem, Gianotti-Crosti-ähnelnde Ausschläge sowie petechiale und purpurfarbene Läsionen. Wobei die sonst typischen Manifestationsorte wie Hand- und Fußinnenflächen eher ausgespart sind. Typischerweise gehen die Hautbefunde mit Juckreiz und späteren Nagelplattenablösungen einher, bei sonst geringer Komplikationsrate. Die Diagnostik erfolgt über Virus-PCR. Die Therapie erfolgt symptomatisch. Eine Prophylaxe mittels trivalentem anti-HFMK-Impfstoff ist in Erprobung.


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