Anzeige

Gesamtübersicht

Herausforderungen in der psychologischen Diagnostik, Beratung und Therapie bei Kindern und Jugendlichen mit geistiger Behinderung und ihren Familien als interdisziplinärer Bestandteil innerhalb eines Sozialpädiatrischen Zentrums

Zeitschrift: Kinder- und Jugendmedizin
ISSN: 1617-0288
Thema:

Entwicklungsneurologie/Sozialpädiatrie

Ausgabe: 2017 (Vol. 17): Heft 5 2017
Seiten: 293-300

Herausforderungen in der psychologischen Diagnostik, Beratung und Therapie bei Kindern und Jugendlichen mit geistiger Behinderung und ihren Familien als interdisziplinärer Bestandteil innerhalb eines Sozialpädiatrischen Zentrums

P. Nickel (1), C. Wolfram (1), D. Pfeifer-Wiegleb (1), F. Hornemann (1), W. Kiess (1), A. Merkenschlager (1), A. Andreas (1), A. Bertsche (1)

(1) Universitätsklinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendliche, Abteilung für Neuro- und Sozialpädiatrie, Sozialpädiatrisches Zentrum (SPZ)

Stichworte

interdisziplinärer Ansatz, Geistige Behinderung, gesellschaftliche Teilhabe, psychologische Diagnostik und Beratung

Zusammenfassung

Obwohl zahlreiche Gesetze und Konventionen zu den Rechten auf Teilhabe behinderter Menschen bestehen, weisen die Diagnostik, Beratung und Therapie geistig behinderter Kinder und Jugendlicher sowie die Unterstützung ihrer Familien noch deutliche Schwächen auf. Aufgrund der komplexen Problematik aus oftmals komorbiden körperlichen Beeinträchtigungen, Verhaltensstörungen, Lernschwierigkeiten oder Beeinträchtigungen der Kommunikation und Introspektion ergeben sich bei diesen Patienten besondere Bedürfnisse in der Betreuung und Behandlung. Wesentlich ist eine umfassende psychologische Diagnostik, auf deren Grundlage individuelle Förderkonzepte erarbeitet, Beratungen, z. B. zur adäquaten Schulform, durchgeführt und Unter- bzw. Überforderungen vermieden werden können. Die Orientierung am ganzheitlichen, bio-psychosozialen Modell und eine umfassende multiprofessionelle Betreuung durch Ärzte, Psychologen, Heilpädagogen sowie Ergotherapeuten, Logopäden und Physiotherapeuten, die ein Sozialpädiatrisches Zentrum bietet, hat sich als besonders nützlich und wertvoll für das Betreuungssystem dieser Kinder und Jugendlichen erwiesen.

Artikel, die Sie auch interessant finden könnten...

1.
I. A. Kramers-de Quervain

arthritis + rheuma 2008 28 2: 108-111

2.
H. Isermann

Nervenheilkunde 2007 26 5: 407-410

3.
Heterogenität, Diagnostik, Intervention

M. Aktas (1), C. Müller (2), S. M. Wolf (3)

Kinder- und Jugendmedizin 2017 17: 305-311



aus der KJM-Redaktion

Kinder- und Jugendmedizin 5/2017: Entwicklungsneurologie und Sozialpädiatrie

Aktuell finden zum Thema Inklusion von Menschen mit Behinderungen kontrovers geführte politische...

Debatte um Konjugat- oder Polysaccharidimpfstoff: Was schützt am besten vor schweren Infektionen mit Pneumokokken?

Bakterien der Art Streptococcus pneumoniae, besser bekannt als Pneumokokken, können schwere...

Kinder- und Jugendmedizin 3/2017: Geschlechtsrollen-Verständnis häufiger gestört

Zunehmend sehen Zentren für Kinder- und Jugendmedizin Jungen und Mädchen, die sich in ihrer...