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Gesamtübersicht

Die sprachliche Entwicklung von Kindern mit einer geistigen Behinderung

Zeitschrift: Kinder- und Jugendmedizin
ISSN: 1617-0288
Thema:

Entwicklungsneurologie/Sozialpädiatrie

Ausgabe: 2017 (Vol. 17): Heft 5 2017
Seiten: 305-311

Die sprachliche Entwicklung von Kindern mit einer geistigen Behinderung

Heterogenität, Diagnostik, Intervention

M. Aktas (1), C. Müller (2), S. M. Wolf (3)

(1) Bielefelder Institut für frühkindliche Entwicklung e. V. (Hilden); (2) Bielefelder Institut für frühkindliche Entwicklung e. V. (Gütersloh); (3) Technische Universität Dortmund, Fakultät für Rehabilitationswissenschaften, Lehrgebiet: Rehabilitation und Pädagogik bei intellektueller Beeinträchtigung

Stichworte

Geistige Behinderung, Sprachförderung, Spracherwerb, Sprachdiagnostik

Zusammenfassung

Kinder mit einer geistigen Behinderung weisen in der Regel Probleme beim Erwerb der Sprache auf. Art und Ausmaß der sprachlichen Probleme variieren jedoch erheblich zwischen den Kindern (interindividuelle Variation). Auch sind die sprachlichen Kompetenzprofile bei Kindern mit geistiger Behinderung häufig von Diskrepanzen zwischen den verschiedenen Sprachkomponenten gekennzeichnet (intraindividuelle Variation). Interventionen im Bereich von Kommunikation und Sprache sind nur dann wirksam, wenn es gelingt, die Fördermaßnahmen möglichst passgenau an die Stärken und Schwächen des Kindes anzupassen. Voraussetzung für die Entwicklung solcher individualisierter Interventionen ist eine sorgfältige diagnostische Erfassung des sprachlichen und sonstigen (vor allem kognitiven) Entwicklungsprofils. Auf dieser Grundlage lassen sich geeignete Förderziele ableiten und konkrete Interventionen entwickeln. Diese sollten sowohl die Gestaltung einer möglichst anregenden Sprachumgebung betreffen als auch im Rahmen einer systematischen Sprachtherapie mit dem Kind erfolgen. Eine gute Abstimmung aller am Förderprozess beteiligten Personen ist für den Erfolg der Interventionen zentral.

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