Anzeige

Gesamtübersicht

Appendixkarzinoid

Zeitschrift:Kinder- und Jugendmedizin
ISSN:1617-0288
Ausgabe:2009 (Vol. 9): Heft 7 2009
Seiten:412-417

Appendixkarzinoid

Der Zufallsbefund jeder 300. Appendektomie

M. Wilhelm (1), U. Bierbach (1), R. Kluge (2), W. Kiess (3), H. Christiansen (1)

(1) Abteilung für Kinder-Hämatologie, -Onkologie und -Hämostaseologie, Universitätsklinik und Poliklinik für Kinder und Jugendliche Leipzig; (2) Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin Leipzig; (3) Universitätsklinik und Poliklinik für Kinder und Jugendliche Leipzig

Zusammenfassung

Das Appendixkarzinoid (AC) ist der häufigste neuroendokrine Tumor und wird als Zufallsbefund bei 0,3 % aller Appendektomien gefunden. Die Prognose ist sehr gut, die 5-Jahres-Überlebensrate beträgt 99 %. Das AC kann im Rahmen von MEN 1 (Wermer-Syndrom) auftreten. Bei einer Größe des AC unter 2 cm treten äußerst selten Metastasen auf. Der Therapieansatz ist in der Regel die kurative Appendektomie bei einem Tumorsitz im Apex und einer Tumorgröße kleiner 2 cm. Bei einem Tumor größer 2 cm oder einem Tumorsitz an der Appendix-Basis ist eine Hemikolektomie mit Lymphknotenresektion erforderlich. Der beste diagnostische und therapeutische Marker im Serum ist Chromogranin A (CgA) und im 24-Stunden-Urin 5 Hydroxyindolessigsäure (5-HIAA). Patienten sollten in die interdisziplinäre, multizentrische Studie GPOH-MET 97 (GPOH: Gesellschaft für Pädiatrische Onkologie und Hämatologie, MET: maligne endokrine Tumoren im Kindes- und Jugendalter) eingeschlossen und entsprechend den aktuellen Richtlinien nachbetreut werden. Hierbei findet insbesondere das DOTATOC-PET Anwendung.

Stichworte

neuroendokrine Tumoren, Appendixkarzinoid, MEN 1, Appendektomie, Karzinoidsyndrom, Chromogranin A (CgA), 5-Hydroxyindolessigsäure (5 HIAA), DOTATOC-PET

Artikel, die Sie auch interessant finden könnten...

1.

A. Sabet (1), S. Ezziddin (1), F. Heinemann (1), S. Guhlke (1), M. Muckle (1), W. Willinek (2), H.-J. Biersack (1), H. Ahmadzadehfar (1)

Nuklearmedizin 2012 51 3: 95-100

http://dx.doi.org/10.3413/Nukmed-0428-11-08

2.

F. Elgeti1; H. Amthauer2; T. Denecke1; I. Steffen1; F. Heuck3; L. Stelter1; J. Ruf1

Nuklearmedizin 2008 47 6: 261-265

http://dx.doi.org/10.3413/nukmed-0185



Artikel

Sie haben 10 Artikel in ihrem Warenkorb.