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A. Warnke (1)
(1) Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie der Universität Würzburg
Dissoziative Störungen (Konversionsstörungen) sind Ausdruck eines Verlusts der normalen Integration von Bewusstseinsfunktionen, Wahrnehmung, Gedächtnis, persönlicher Identität und Willkürmotorik. Ein Überforderungserleben steht im Zusammenhang mit der Symptomentwicklung (Konversion), die Ausdruck findet in Bewegungsstörungen, Krampfanfall, Sensibilitäts- und Empfindungsstörungen (Seh-Hörstörung) sowie in Störungen von Bewusstseinsfunktionen wie: Amnesie, Fugue, Stupor und Trance. Bis zu 5 % der Patientenpopulation haben Konversionsstörungen, Mädchen 4- bis 5-mal häufiger als Jungen. Bei etwa 15 % der Patienten sind organische Erkrankungen pathogenetisch relevant. Die meist stationäre Behandlung beinhaltet Psychotherapie, Milieutherapie und Familienarbeit. Meistens ist die Prognose günstig, teilweise jedoch schwerwiegend. Im Langzeitverlauf verbleiben relativ häufig somatoforme Beschwerden.
dissoziative Störungen, Hysterie, Klassifikation, Konversionsstörungen, Erklärungsansätze
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C. Spitzer, H. J. Freyberger Die Psychiatrie 2006 3 1: 11-17 | ||
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