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Impfungen bei Kindern mit chronischer Nierenerkrankung

Zeitschrift: Kinder- und Jugendmedizin
ISSN: 1617-0288
Thema:

Kindernephrologie im pädiatrischen Alltag

Ausgabe: 2013 (Vol. 13): Heft 6 2013
Seiten: 432-437

Impfungen bei Kindern mit chronischer Nierenerkrankung

Worauf müssen wir achten?

K. Dittrich (1), V. Schuster (2)

(1) Pädiatrische Nephrologie mit Transplantationsmedizin der Klinik und Poliklinik für Kinder und Jugendmedizin, Universitätsklinikum AöR Leipzig; (2) Pädiatrische Infektologie der Klinik und Poliklinik für Kinder und Jugendmedizin, Universitätsklinikum AöR Leipzig

Stichworte

Immunsuppression, Impfung, Nierentransplantation, chronische Nierenerkrankung

Zusammenfassung

Chronische Nierenerkrankungen und der Zustand nach Nierentransplantation gehen u. a. mit vermehrter Infektionsneigung einher. Betroffene Kinder und Jugendliche sollten daher alle empfohlenen Impfungen (Standard- und Indikationsimpfung) in normaler Dosis zeitgerecht erhalten. Idealerweise ist der Impfstatus bereits vor der geplanten Nierentransplantation oder immunsuppressiven Therapie komplett. Wenn nicht, können bestimmte Impfungen vorgezogen werden. Nach der Nierentransplantation bzw. unter dauerhafter immunsuppressiver Behandlung können Totimpfstoffe gefahrlos verabreicht werden. Da die Impfantwort gegenüber einzelnen Impfstoffen reduziert sein kann, sind Antikörperbestimmungen und bei nicht ausreichender Impfantwort Boosterimpfungen sinnvoll. Unter immunsuppressiver Therapie sind Lebendimpfungen (z. B. Rotavirus-Impfung) meist kontraindiziert. Zum zusätzlichen indirekten Schutz sollten enge Kontaktpersonen komplett immunisiert werden, einschließlich der jährlichen inaktivierten Grippeschutzimpfung.

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