Anzeige

Gesamtübersicht

Infektionen nach Nierentransplantation im Kindesalter

Zeitschrift: Kinder- und Jugendmedizin
ISSN: 1617-0288
Thema:

Transplantationsmedizin, Stoffwechsel

Ausgabe: 2008 (Vol. 8): Heft 5 2008
Seiten: 271-278

Infektionen nach Nierentransplantation im Kindesalter

Michael van Husen, Markus J. Kemper
Pädiatrische Nephrologie, Zentrum für Geburtshilfe, Kinderund Jugendmedizin, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (Direktor: Prof. Dr. med. K. Ullrich)

Stichworte

Infektion, Immunsuppression, Nierentransplantation, Harnwegsinfektion

Zusammenfassung

Infektionen sind relevante Morbiditäts- und Mortalitätsfaktoren für Patienten nach einer erfolgreichen Organtransplantation. Aufgrund der immunsuppressiven Therapie ergibt sich eine höhere Empfänglichkeit für Infektionen gegenüber anderen pädiatrischen Patienten. Dazu steigt die Gefahr eines schweren Verlaufes inklusive Sepsis und Multiorganversagen bis zum Tod. Speziell nach Nierentransplantation sind febrile und afebrile Harnwegsinfektionen eine ernstzunehmende Komplikation, die Symptome einer Urosepsis aufweisen und zur akuten Transplantatdysfunktion führen können. Ansonsten spielen neben den im Kindesalter häufigen bakteriellen und viralen Infektionen des Respirationstraktes sowie Virusgastroenteritiden insbesondere Infektionen durch Viren wie CMV, EBV, Herpes-simplex- Virus und Polyomaviren eine relevante Rolle. Opportunistische Infektionen durch Pilze oder Pneumocystis carinii sind zwar selten, müssen aber wegen ihrer schlechten Prognose differenzialdiagnostisch immer berücksichtigt werden. Ziel dieses Artikels ist es, die Differenzialdiagnostik der häufigsten Infektionen in den verschiedenen Phasen nach Nierentransplantation im Kindesalter zu erläutern und relevante Therapiemaßnahmen (symptomatische, Antibiotika) zu vermitteln.

Artikel, die Sie auch interessant finden könnten...

1.
Worauf müssen wir achten?

K. Dittrich (1), V. Schuster (2)

Kinder- und Jugendmedizin 2013 13 6: 432-437

2.
S. A. Vural 1, S. Nalbantoglu 2, N. Oznur 1, M. F. Bozkurt3

Tierärztliche Praxis Großtiere 2008 36 3: 209-212

3.
Jürgen Strehlau 1, Martin Burdelski2

Kinder- und Jugendmedizin 2008 8 5: 299-302



aus der KJM-Redaktion

Kinder- und Jugendmedizin 5/2017: Entwicklungsneurologie und Sozialpädiatrie

Aktuell finden zum Thema Inklusion von Menschen mit Behinderungen kontrovers geführte politische...

Debatte um Konjugat- oder Polysaccharidimpfstoff: Was schützt am besten vor schweren Infektionen mit Pneumokokken?

Bakterien der Art Streptococcus pneumoniae, besser bekannt als Pneumokokken, können schwere...

Kinder- und Jugendmedizin 3/2017: Geschlechtsrollen-Verständnis häufiger gestört

Zunehmend sehen Zentren für Kinder- und Jugendmedizin Jungen und Mädchen, die sich in ihrer...